Sönke Wortmann und die WM-Kamera
5. Juli 2006 | Bisher 5 Kommentare »Bin mal gespannt auf den Film, den Sönke Wortmann gerade über die deutsche National-Mannschaft bei der WM 2006 dreht. In einem Interview mit Spiegel Online sagt er, dass der Streifen im Herbst fertig sein soll.
Wortmann dreht mit einer kleinen, digitalen Videokamera - also wie ein Videojournalist. Der Frankfurter Rundschau hat er verraten, dass es sich dabei um einen Panasonic 3CCD-Camcorder handelt:
Was ich brauchte, war eine möglichst gute Kamera, die dennoch möglichst klein ist. Die hat eine sehr gute Bildqualität und wirkt von der Größe nicht störend. Außerdem kann man sehr schnell damit arbeiten. Einschalten und dann geht’s los. Ein Weißabgleich ist gar nicht nötig. Wenn man da auf der Ersatzbank sitzt und es passiert was, muss man schnell sein. Ich kann auch von oben in das Display gucken. Das ist psychologisch sehr wichtig. Ich muss sie nicht vor dem Kopf hertragen. Wenn man sie vor dem Auge hätte, wäre automatisch eine Distanz da.
Wenn mich nicht alles täuscht, dreht Wortmann mit der DVX 100 - zumindest deutet dieses Foto darauf hin.
Der Film dürfte vor allem unter dem Aspekt “Authentizität” interessant sein: Ist es Wortmann tatsächlich gelungen, dank der unauffälligen Technik so nah an die Protagonisten heranzukommen, dass der Zuschauer das Gefühl hat, selbst dabei zu sein?
