45 Minuten Video - zu lang?

26. November 2006

Während wir uns zur Jahrtausendwende noch Gedanken machten, wie man Texte optimal für das Web aufbereitet, zerbricht man sich heute den Kopf über Gestaltung und Längen von Videos fürs Web.

Wenn ich in diesem Zusammenhang lese, dass die Mehrzahl der User nach etwa 15 Prozent der Gesamtspielzeit eines etwa sieben Minuten kurzen Videos schon abbricht, frage ich mich, wie erfolgversprechend die Idee ist, unseren Film Alltag Überwachung online am gesamten Stück zu veröffentlichen.

Ich bin für jeden konstruktiven Vorschlag dankbar, wie man ein Video von etwa 45 Minuten Länge so im Web veröffentlichen kann, dass es sich auch jemand anschaut.

5 Antworten zu “45 Minuten Video - zu lang?”

  1. Mario sagt:

    Wie wäre es, wenn ihr den Film in unterschiedlichen Dateiformaten zum Download anbietet? Ich schaue durchaus längere Filme auf den Notebook, im Zug oder sonstwo.

  2. Andreas Kunze sagt:

    45 Minuten? Ich denke, die Nutzergewohnheiten im Internet sind ähnlich wie im klassischen TV. Da gilt immer noch der Spruch: “Ist der Redakteur noch so fleißig, nichts geht über 2.30″. Minuten, nicht Stunden.
    Um den Massengeschmack zu treffen müsste das Stück im Internet vermutlich noch kürzer sein. Oder man begnügt sich mit der Arte-Nische. Vermutlich ist es notwendig, erst mal genau die Zielgruppe zu definieren.
    Ein Download-Angebot, wie Mario es vorschlägt, dürfte in jedem Fall nutzen.

  3. Roman Mischel sagt:

    An eine P2P-Download-Version haben wir dabei auch gedacht, aber das soll nicht die ausschließliche Lösung sein.

    Die andere Idee ist, aus den 45 Minuten mehrere kleine Teile zu machen. Problem dabei: Jeder Teil müsste dabei ja irgendwie für sich stehen, und das ist bei der bisherigen, aufeinander aufbauenden Erzählstruktur nicht so gut möglich.

  4. hubert sagt:

    Mario hat recht. Download macht am meisten Sinn. Auf die Hostingplattform dann kurze Teaser und Zusammenschnitte, die auf den Download verweisen.

    Wird spannend zu sehen, wie sich die Erzählstruktur mit der Zeit ändern wird. Seriell-nonlinear in 2-Minuten Blöcken - geht das denn überhaupt?

  5. Roman Mischel sagt:

    Vermutlich schon, wenn man es von vornherein so konzipiert. Unser Film war ursprünglich allerdings für das Fernsehen gedacht, insofern würde es etwas schwierig, das bereits vorhandene und in Form gebrachte Material in neue Strukturen zu quetschen. Das wäre dann im Ergebnis sowieso ein komplett neuer Film - was nochmal genauso viel Arbeit machen würde wie wir bisher schon reingesteckt haben.

    Insofern sind in unserem Fall kurze Teaser als Anreiz für den Download eines klassisch aufgebauten, linearen Einteilers sicher die beste Lösung.

    Trotzdem würde mich mal interessieren, ob ein Stream überhaupt eine Chance hätte.

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