Online-Modelle für freie VJs?
19. Januar 2007Dass die Zukunft des Videojournalismus eher im Web als im klassischen Fernsehen liegt, kann ich nur unterstreichen.
Doch in nächster Zeit wird zu klären sein, welche Möglichkeiten es für frei arbeitende Videojournalisten gibt, mit ihrer Arbeit im Web Geld zu verdienen. Mit Spaß-Plattformen wie YouTube scheint das weder auf den ersten Blick noch auf den zweiten Blick möglich zu sein.
Revver oder die Sevenload-Specials bieten sicher Alternativen, aber das ausgeklügelte Modell fehlt irgendwie noch. Und als VJ dauerhaft am Tropf einiger Redaktionen zu hängen, ist wahrscheinlich auch nicht jedermanns Sache.
Heute berichtet Fiete Stegers auf onlinejournalismus.de über die Holtzbrinck-Pläne, in Kürze ein eigenes Video-Portal mit journalistischem Profil ins Leben zu rufen. Dort sollen sich, fernab von Freizeit-Videos, junge Journalisten und Volontäre ausprobieren können.
Betram Gugel fasst übersichtlich und einordnend zusammen, welche Formen die Professionalisierung der Video-Produktion jetzt annimmt. Unter anderem verliert er ein paar Worte zu vodboxx.tv, einer Agentur, die demnächst als Schnittstelle zwischen Produzenten und redaktionellen Abnehmern stehen will.

19. Januar 2007 um 19:11
Dass die Zukunft des VJ deutlich auch beim Internet-TV zu suchen ist, das halte ich für sehr wahrscheinlich. Viele Produktionsfirmen stürzen sich auf das “neue Medium”, bzw. TV-Content anzubieten. Bis dato habe ich aber nicht (kaum) erlebt, dass ein schlüssiges Konzept vorgelegt wurde. Zudem kommt es mir vor, als wird an dieser neuen Möglichkeit herum gewerkelt, aber keiner weiß so recht, wie er es anstellen soll. Und so wird viel geredet, aber so wirklich passiert nichts.
Wo sich da der freie Videojournalist etablieren kann, das wird fraglich bleiben. Sollte es dazu kommen, daß Internet-TV mit aktuellen Inhalten gefragt wird, so ist es ein Markt für VJs. Es bleibt also abzuwarten…