Archiv für März 2007

Download-Version von “Alltag Überwachung”

29. März 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Für alle, die mich vor einiger Zeit interessehalber angemailt hatten: Der Dokumentarfilm “Alltag Überwachung - Zwischen Terror, Sicherheit und digitaler Kontrolle”, den Fiete Stegers und ich gemeinsam als vierteiliges Video-Dossier bei tagesschau.de veröffentlicht haben, ist jetzt auch als Offline-Version in hoher Qualität zu haben.

Auf der Download-Seite bei tagesschau.de werden alle vier Teile sowie der komplette Film (der sich in wenigen Details vom Vierteiler unterscheidet) im iPod-kompatiblen MPEG4-Format (640×480 Pixel) angeboten.

Ach ja: Und vielen Dank an Selffish und das Thinner Netlabel für die unkomplizierte Lizenzierung der Musik!

Kamerapflege, Reinigung, Tapes

28. März 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Früher oder später wird sich die Kamera vermutlich von selbst melden, entweder - wie bei der DVX - durch ein kleines, rotes Kreuz, das während der Aufnahme blinkt, oder schlimmer: Durch verspratztes Material, also Aussetzer bei der Wiedergabe von Ton und Bild.

Grund ist meistens eine Verschmutzung der Videoköpfe, den am stärksten beanspruchten und wahrscheinlich empfindlichsten Teilen der gesamten Kamera. Um diesen Zeitpunkt möglichst lange herauszuzögern, beachte ich ein paar Dinge:

  • Für meine Dreharbeiten benutze ich stets denselben Bandtypen und wechsle ihn auch nicht (in meinem Fall: Panasonic AY-DVM63PQ). Damit habe ich bisher zumindest keine negativen Erfahrungen gemacht. Die erste Reinigung war nach etwa 120 Betriebsstunden fällig, danach nicht wieder. (In einem Videojournalismus-Seminar an der Uni Dortmund haben wir im vergangenen Jahr ebenfalls mit der DVX 100 gearbeitet. Bei drei der vier Kameras war eine Reinigung bereits nach etwa 20 - 30 Stunden nötig. Dort hatten wir Bandmaterial eines anderen Herstellers eingesetzt, dies allerdings ebenfalls nie gewechselt.)
  • Bänder setze ich nur ein einziges Mal ein, Überspielen kommt nicht in Frage.
  • Ich vermeide es, die Tapes in anderen Decks oder Kameras abzuspielen und dann wieder mit meiner Kamera zu verwenden. Kopiere ich mir Material von einer fremden Quelle, schließe ich meine Kamera über die Firewire-Schnittstelle an.
  • Bänder bewahre ich möglichst sorgsam auf, unterwegs also niemals ohne Schutzhülle im hinterletzten Winkel des Rucksacks.
  • Bei Dreharbeiten in staubigen Umgebungen klebe ich das Tapefach ab.
  • Langes Spulen versuche ich mit der Kamera zu vermeiden. Dazu setze ich lieber einen DV-Band-Umspuler ein.
  • Schnelles Sichten mit der Kamera (also Play und Fast Forward gleichzeitig) vermeide ich ebenfalls, denn auf Dauer verträgt das weder das Band noch die Mechanik der Kamera.
  • Sind die Dreharbeiten zuende oder werden sie für längere Zeit unterbrochen, entferne ich das Tape aus der Kamera.
  • Ist der Videokopf verschmutzt, lasse ich ein Reinigungstape für etwa fünf Sekunden abspielen. Ich weiß, dass diese Methode umstritten ist, weil solche Tapes wie Schmirgelpapier wirken. In der DVXuser-Community ist detailliert beschrieben, wie man die Mechanik der Kamera inkl. der Videokopf-Trommel schonender reinigen kann. Über diese Methode habe ich vor einiger Zeit mal mit zwei Fachmännern (aus der Fernsehtechnik-Branche) unabhängig voneinander gesprochen. Sie raten davon ab und setzen zur Reinigung der Videoköpfe selbst auch nur Tapes ein. Ich persönlich kann nicht beurteilen, welche der Methoden die bessere ist, wäre aber für die schonende Alternative offen.

Bildstabilisator, DVX 100

28. März 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Dass der Bildstabilisator nur bei freihand geführter Kamera eingeschaltet werden sollte, ist kein Geheimnis, sondern steht in den meisten Bedienungsanleitungen - begründet wird dies in den “Operating Instructions” der DVX 100 allerdings nicht.

Dazu ein paar Erfahrungen, die ich im Laufe der Zeit gemacht habe:

  • Wenn ich die Kamera frei mit der Hand führe, schalte ich den Stabilisator stets ein. Das gilt auch für Aufnahmen vom Schulterstativ oder dem Einbein-Stativ. Vor allem bei mittleren und längeren Brennweiten halte ich den Stabilisator für unverzichtbar.
  • Beim Dreh vom Dreibein-Stativ schalte ich den Stabilisator fast immer aus, denn bei einem Schwenk mit mittlerer oder langer Brennweite interpretiert er den Anfang als Wackler und will ihn ausgleichen. Das hat zur Folge, dass das Bild für den Bruchteil einer Sekunde stehen bleibt und der Schwenk erst dann beginnt. Ein paar Pixel des sich ändernden Bildinhalts fehlen also, die eigentliche Bewegung wird am Anfang abgehackt.
  • Drehe ich eine Einstellung von einem statischen Objekt mit langer Brennweite vom Stativ, schalte ich den Stabilisator immer dann ein, wenn es windig ist. Denn unter solchen Bedingungen kann die ganze DV-Leichtbauweise schonmal ins Vibrieren geraten, was ohne Stabilisator sofort zu sehen wäre.

Sorenson Squeeze 4.5, Quicktime Reference

7. März 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Im Sommer vergangenen Jahres hatte ich einen Eintrag über einen schwerwiegenden Bug in der Software Sorenson Squeeze 4.3 (Windows-Version) geschrieben, der im Zusammenhang mit der Kodierung von großen Quicktime Reference-Dateien auftrat.

An dieser Stelle der Vollständigkeit halber die Entwarnung: In der aktuellen Version 4.5 ist dieser Fehler behoben. Squeeze kommt nun auch mit sehr großen und recht komplexen Dateien klar (in diesem Fall ein 45-minuten langes Video, bestehend aus drei Video- und acht Audiospuren).

Auch das Kodiertempo hat im Vergleich zur Vorgängerversion enorm zugelegt: Für die 45 Minuten brauchte das Programm auf einem Windows-Laptop mit 1 GB Arbeitsspeicher und einem 1,6 MHz-Prozessor ca. fünfeinhalb Stunden für das Wandeln in ein WMV9-Video. Vorher lag die prognostizierte Kodierdauer bei etwa 18 Stunden.