Archiv für Juni 2007

FOLGE Magazin

29. Juni 2007 | Bisher 5 Kommentare »

Hätte Frerk hier nicht einen Kommentar hinterlassen, wer weiß, wann ich auf sein FOLGE Magazin gestoßen wäre.

Frerk beschreibt FOLGE als “ein Interview-Magazin über die interessantesten zeitgenössischen Köpfe”. Drei Portraits kann man sich bereits ansehen.

Im ersten Eintrag des begleitenden Blogs schreibt er:

“Wir reden mit unseren Interviewpartnern über das Leben, was es ausmacht und warum es so ist, wie es ist. Wir wollen eine neue Qualität der intelligenten Unterhaltung verwirklichen, die wir ansonsten kaum noch vorfinden.”

Die Videos sind auf ihre eigene Art und Weise Hochglanz, und dabei trotzdem intim – das ist mir vor allem bei dem Portrait über den Schauspieler Axel Prahl aufgefallen.

Gedreht wird ganz offensichtlich mit zwei Kameras und – wie beim Prahl-Interview – im Team, was in der Montage abwechslungsreiche Blickwinkel ermöglicht.

Die Musik kommt vom Netlabel Aerotone, das unter Creative Commons-Bedingungen veröffentlicht, die auch eine Weiterbearbeitung erlauben.

Anklicken, zurücklehnen, wirken lassen. FOLGE ist eine echte Perle unter den Video-Formaten da draußen.

Angemessenes Honorar für Online-Videos?

26. Juni 2007 | Bisher 16 Kommentare »

Seit einiger Zeit frage ich mich, welchen Einfluss der Online-Video-Boom auf die Höhe der Honorare nehmen wird. Die Qualitätsansprüche scheinen bei verschiedenen Redaktionen ja sehr unterschiedlich zu sein, wenn man sich die Formate auf einigen Seiten mal so ansieht.

Viele Videos sind absolute Schnellschüsse, bei denen weder auf Text, Bild oder Ton Wert gelegt wird – also eigentlich auf gar nichts.

Leider fehlt mir der Überblick, wie gut oder schlecht einzelne Redaktionen ihre freien VJs bezahlen. Daher würden mich Eure Erfahrungen mal interessieren.

Zum Vergleich: Nehmen wir den WDR mal als Maßstab, weil Honorarhöhen dort in der Regel das Ergebnis tariflicher Verhandlungen sind. Dort zahlt man – sofern der öffentlich einsehbare Honorarrahmen (PDF, 70 kB) auf den Freienseiten keine falschen Informationen enthält – für einen 2’30er ein Honorar von 459,05 Euro.

Hinzu kommt laut verdi-Freibrief Nr. 58 (PDF, 60 kB) ein Zuschlag von 110,- Euro für die Produktion (also Schnitt, Tonmischung) sowie 50,- Euro für den Einsatz eigener Technik (Kamera, Stativ, Licht, Mikro). Macht insgesamt: 619,05 Euro.

Die Produktion eines Videos fürs Web läuft im Grunde genauso wie fürs Fernsehen – der Aufwand ist also identisch.

Aber wie sieht’s mit den Honoraren aus?

(Update am 04.02.2008: Der DJV hat eine Honorarempfehlung für Online-Video veröffentlicht, siehe hier.)

BBC Training: Good Shooting Guide

23. Juni 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Wer sich erst seit kurzem für die Videoproduktion interessiert und sich noch in der frühen Experimentierphase befindet, sollte unbedingt einen Blick in den Good Shooting Guide der BBC werfen. Dort werden die Basics sehr verständlich, kurz und bündig erklärt.

Was muss vor einem Dreh alles bedacht werden? Welches Equipment wird benötigt? Wann ist ein Bildausschnitt richtig gewählt? Wie zieht man die Schärfe? Wie lassen sich Handlungen in Bildsequenzen zerlegen? Mit welchem Mikrofon zeichne ich den Ton auf?

Wie von der BBC gewohnt, wurde das Tutorial natürlich vorbildlich mit Video- und Audiomaterial angereichert.

Kapitelweise durch Videos navigieren

20. Juni 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Web-Video ist zurzeit eine lineare Angelegenheit, entspricht also eigentlich gar nicht den Möglichkeiten des Web. Vor und zurück, Pause und Lautstärke regeln – mehr geht bei den meisten Playern nicht.

Wolfgang Blau hat mich auf einen besseren Ansatz hingewiesen: Die langen Flash-Videos auf der TED-Website sind in Kapitel unterteilt, die dem User angezeigt werden, sobald er mit der Maus über die Bildfläche fährt. Eine super Lösung vor allem für längere Videos.

Das ganze kann technisch natürlich nur einwandfrei funktionieren, wenn das Video über einen echten Streaming-Server ausgeliefert wird. Bei einem progressiven Download (so werden die meisten Flash-Videos zurzeit angeboten) könnten die Kapitel erst angesprungen werden, wenn die Datei bis zur entsprechenden Stelle schon heruntergeladen wurde. Bei 23 Minuten Länge – wie im Beispiel – kann das dauern.

Ein nettes Gimmick ist auch die Bewertungsfunktion. Während das Video läuft, können User aus einer vorgegebenen Liste wählen, wie sie das Video finden. Das Ergebnis wird anschließend als Tag-Wolke angezeigt.

Einen Schritt weiter ging bereits im letzten Jahr der Service click.tv. User konnten dort an beliebigen Stellen Kommentare in den Videos hinterlassen. click.tv ist inzwischen leider offline. War wohl seiner Zeit voraus.

Ein Jahr, 62 Einträge, 94 Kommentare

19. Juni 2007 | Bisher 9 Kommentare »

Vor genau einem Jahr habe ich in diesem Blog meinen ersten Eintrag geschrieben. Überschaubare 61 Einträge und 94 Kommentare später weiß ich zwar, dass hier nicht gerade die Luft brennt – dennoch würde mich interessieren, wer hier mitliest. Und vor allem warum.

Über den ein oder anderen Hinweis in den Kommentaren würde ich mich freuen.