Archiv für August 2007

Flash mit H.264

21. August 2007 | Bisher 1 Kommentar »

Der Adobe Flashplayer wird in seiner nächsten Version den H.264-Kompressionsstandard unterstützen. Endlich.

Denn viele Redaktionen und Video-Blogger setzen einen direkt in die Seite eingebetteten Flash-Player zum Abspielen ihrer Videos ein. Der Vorteil: Das Flash-Plugin ist laut Hersteller-Angaben sehr verbreitet, die technische Hürde zum Abspielen der Clips bei den Usern entsprechend niedrig.

Nachteil: Ein Flash-Video wird in einer speziellen FLV-Datei abgelegt. Auf Geräten wie dem iPod oder videofähigen Handys kann es nicht abgespielt werden, was viele Website-Betreiber dazu zwingt, ein und dieselbe Video-Datei in mehrere Download-Formate kodieren zu müssen. Lästige Arbeitsschritte, die in Zukunft entfallen.

Denn laut Tinic Uro, einem der Entwickler, wird der im Herbst erscheinende Flash-Player in der Lage sein, bereits vorhandene H.264-kodierte MPEG4-Dateien direkt abzuspielen. Das bisherige FLV-Container-Format könnte also überflüssig werden.

Wirklich gute Wiedergabe-Qualität lässt sich bei Flash-Videos bisher nur erreichen, wenn man es mit dem On2 VP6-Codec kodiert. Setzt man ihn nicht ein, sehen die Videos aus wie zum Beispiel auf YouTube: Vor allem bei schnellen Bewegungen stören immer wieder mosaikartige Kompressionsartefakte.

Was ich mich frage: Welche Rolle wird in Zukunft der On2 VP6-Codec noch spielen, wenn die Qualität von H.264 zu vergleichbaren Resultaten führt und den Workflow - wie geschildert - stark vereinfacht?

(Fundstelle: Mario Sixtus)

Wie Zeitungen eine Video-Redaktion aufbauen können

19. August 2007 | Bisher 1 Kommentar »

Wenn sie es richtig anstellen, haben Zeitungen im Internet die Chance, einen wesentlich besseren Videojournalismus zu etablieren als ihre TV-Konkurrenz, ist der langjährige Videojournalist, Berater und Gründer des viewmagazine.tv David Dunkley Gyimah sicher.

Im Editors Weblog gibt Dunkley gute und nachvollziehbare Anregungen, wie sich Zeitungsredaktionen auf Videojournalismus einlassen können - und zwar mit realistischem Aufwand.

Es geht um strategische vorbereitende Fragen, um Personalrekrutierung, Equipment, Trainingsaufbau und -dauer, Arbeitsorganisation und warum Videos von Zeitungs-VJs möglicherweise “besser” sein könnten als die von TV-Spezialisten.

DV oder HDV?

18. August 2007 | Bisher 7 Kommentare »

Hier im Blog ist des öfteren die Frage aufgetaucht, ob man als VJ nun HDV drehen sollte oder doch eher beim guten, alten DV bleibt.

Überzeugende Argumente für HDV habe ich noch nicht gefunden und stünde ich jetzt vor der Frage, welche Kamera ich für meine Arbeit anschaffen sollte, würde ich mich wahrscheinlich nach wie vor für die DVX 100 entscheiden, die lediglich DV aufzeichnet.

Kameramann und TV-Autor Andreas Frowein hat sich für das Magazin CUT mit dieser Frage befasst und dazu den VJ-Ausbilder Roberto Tossuti befragt. Den Artikel kann man sich auf der Website von Bernd Kliebhan herunterladen (PDF, 871 kB).

Um herauszufinden, ob VJs in Zukunft HDV drehen sollten, hat Tossuti beim Hessischen Rundfunk drei verschiedene Kameras getestet: die Panasonic HVX 200, die Sony HVR-V1 und die Canon XH-A1.

Tossuti führt einige Argumente auf, die gegen den Einsatz von HDV sprechen:

  • Das Problem von Unschärfen, die über das kleine LCD-Display schwer beurteilt werden können, fallen wegen der größeren Auflösung von HDV-Material stärker ins Gewicht.
  • Die Gefahr von Dropouts ist größer (15 Bilder sind eine Einheit; ein Dropout zerstört also 15 Frames).
  • HDV ist ressourcenintensiv, die VJs müssten also auch mit neuen Notebooks ausgestattet werden.
  • Die Lichtempfindlichkeit von HDV-Kameras ist geringer.

Fazit: Beim Hessischen Rundfunk bleibt man vorerst bei der DVX 100, deren Nachteil allerdings darin besteht, keinen 16:9-Chip zu haben.

Die ideale VJ-Kamera bezeichnet Tossuti als eine Mischung aus DVX 100 (wegen der Lichtempfindlichkeit und des großen Displays), der XH-A1 (wegen der Brennweite und der Objektivbedienung) und der HVR-V1 (wegen des Gewichts und der Handlichkeit) - das alles gepaart mit XLR-Anschlüssen für Mikrofone, manueller Vorpegelung und einem Limiter, der in den Spitzen eingreift. Aufgezeichnet werden sollte wahlweise in 4:3 und 16:9 mit DV-Auslösung.

Gannett Video Kit

18. August 2007 | Bisher 8 Kommentare »

Bei der Gannett Company, einem US-Unternehmen mit 85 Tageszeitungen und 23 Fernsehstationen, werden zurzeit Printjournalisten als VJs ausgebildet.

Mindy McAdams hat in ihrem Blog akribisch aufgelistet, womit jeder einzelne VJ bei Gannett ausgerüstet ist. Die Liste eignet sich wunderbar als Vorlage für Redaktionen, die ähnliches vorhaben und dabei nicht anspruchslos sind. Der Preis pro Set liegt bei etwa 8000,- US-Dollar.

Herzstück der Ausrüstung ist die Sony HVR-A1U, ein sehr kompakter Camcorder, der über die wichtigsten Eigenschaften verfügt, die VJs für ihre Arbeit benötigen, u.a. leichter Zugriff auf Blende und Fokus sowie zwei separate Tonkanäle samt XLR-Anschlüssen.

Ein Lichtkoffer mit zwei Leuchten, eine kleine Videoleuchte sowie ein Mikrofon-Funkset mit Anstecker und Handmikro sind ebenso an Bord. Sogar Firestore-Festplatten, die direkt an die Kamera angeschlossen werden und die Aufnahme auf Tape ersetzen, werden in der Liste aufgeführt. Geschnitten wird mit Avid Xpress Pro in der Version 5.7.

Avid vs. Final Cut Pro

18. August 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Wer mit Avid schneidet und über einen Wechsel auf Final Cut Pro nachdenkt, sollte sich mal die Website Avid2FCP anschauen. Wer andersherum Argumente für die Arbeit mit Avid im direkten Vergleich zu Final Cut Pro sucht, sollte einen Blick auf Final Cut Pro to Avid werfen.

In seinem Editblog hat Scott Simmons eine Serie von Artikeln veröffentlicht, in denen er die Möglichkeiten von Avid und Final Cut Pro direkt miteinander vergleicht.

(Fundstelle: Hackermovies)