Gannett Video Kit
18. August 2007Bei der Gannett Company, einem US-Unternehmen mit 85 Tageszeitungen und 23 Fernsehstationen, werden zurzeit Printjournalisten als VJs ausgebildet.
Mindy McAdams hat in ihrem Blog akribisch aufgelistet, womit jeder einzelne VJ bei Gannett ausgerüstet ist. Die Liste eignet sich wunderbar als Vorlage für Redaktionen, die ähnliches vorhaben und dabei nicht anspruchslos sind. Der Preis pro Set liegt bei etwa 8000,- US-Dollar.
Herzstück der Ausrüstung ist die Sony HVR-A1U, ein sehr kompakter Camcorder, der über die wichtigsten Eigenschaften verfügt, die VJs für ihre Arbeit benötigen, u.a. leichter Zugriff auf Blende und Fokus sowie zwei separate Tonkanäle samt XLR-Anschlüssen.
Ein Lichtkoffer mit zwei Leuchten, eine kleine Videoleuchte sowie ein Mikrofon-Funkset mit Anstecker und Handmikro sind ebenso an Bord. Sogar Firestore-Festplatten, die direkt an die Kamera angeschlossen werden und die Aufnahme auf Tape ersetzen, werden in der Liste aufgeführt. Geschnitten wird mit Avid Xpress Pro in der Version 5.7.

18. August 2007 um 21:16
die sony A1 finde ich ja schon gewagt. die nehmen wir sonst als fixe zweit oder dritt kamera, aber als 1st cam? wow.
aber vielleicht kann man mit der auch einfach nicht so viel falsch machen…
19. August 2007 um 14:24
Ich schätze, dass der Preis entscheidend war (ca. 2300 USD). Gibt es dafür eine vergleichbare Kamera, die HDV aufzeichnet und ein solches Tonmodul hat?
Was mich an dem Gerät laut Testberichten stören würde: Dass die Blendenöffnung nicht als Zahlenwert angegeben wird, dass Zoom und Focus über ein und denselben Ring gesteuert werden (man muss dann vorher einen Schalter entsprechend umlegen), dass das Tape von unten eingelegt wird (schlecht bei Stativ-Einsatz).
Frerk, sind Bildqualität und Handling merklich schlechter als bei Eurer ersten Kamera? Wo macht sich der Unterschied am ehesten bemerkbar?
19. August 2007 um 14:27
Also wenn hier die HDV A1 im Gespräch ist und verwendet wird, dann kann mir bestimmt doch mal einer sagen, wie ihr das HD-Material bearbeitet, so daß ein Sendefähiges Ergebnis heraus kommt. Bisher konnte mir dazu keiner Auskunft geben.
19. August 2007 um 14:52
Selbst arbeite ich zurzeit nur mit Standard-DV-PAL-Material, kann dir also keine wasserdichten Tipps geben.
Vom Ablauf stelle ich es mir so vor (mit der Software, die ich einsetze): HDV-Material direkt in den Avid importieren (kein kameraseitiger Downscale auf DV), das HDV-Material ganz normal bearbeiten. Anschließend Export als Quicktime Reference und mit Sorenson Squeeze in ein PAL 50i-MPEG2 mit entsprechend hoher Bitrate konvertieren. Damit sollte der Sender arbeiten können. Was die Qualität betrifft: Überraschen lassen.
Auf die Schnelle habe ich diesen Thread im Final Cut Profi-Forum gefunden. Klingt ganz schlüssig, was dort steht.
19. August 2007 um 15:45
@roman
ja, es ist vor allem das verhältnis preis, grösse der kamera und dann das killerfeature, dass die kamera XLR anschlüsse hat.
vom bild her ist sie eine typische sony, den look mag man oder nicht. das generelle handling ebenso, aber sie spielt überhaupt nicht in der liga pd 150 / 170, Z1 oder V1. vor allem wegen der probleme, die du angesprochen hast: zoom, focus und tapeinzug von unten, was gar nicht geht, weil dann beim wechsel der schuh jedesmal abgeschraubt, die einstellung somit flöten geht und wieder neu justiert werden muss und das ganze unnötig zeit kostet.
die bildqualität ist o.k. und nicht wirklich schlechter als die Z1 (meine ich mir zumindest einzubilden), aber auch nur semiprofessionell damit als hauptkamera zu arbeiten, halte ich für sehr gewagt. 2nd cam wunderbar, auch wirklich gut zum mobilen digitalisieren. aber für mehr??
die a1 ist die abgespeckteste hdv, die man sich vorstellen kann. aber alleine die schärfe mit dieser kamera zu finden, ist echt eine qual, da bleibt dir nur automatic übrig. eigentlich muss beim betrieb mit dieser kamera alles auf automatic stehen. aber wie willst du damit arbeiten, wen du keine automatische schärfe haben willst? keine automatische blende? deshalb bei uns auch nur für fixe 2nd cam, und deshalb halte ich das arbeiten nur mit dieser kamera für kaum professionell. aber sie ist schon unschlagbar klein. der koffer für die kamera ist kaum grösser als unser funkstrecken koffer.
19. August 2007 um 16:48
Danke Roman für die Info und den Link. Also den idealen Weg scheint es noch nicht zu geben. Da hilft vermutlich nur: sich die Z1 mal ausleihen und dann mal probieren, wie die Methode Avid->Quicktime->Squeeze oder Streamclip funktioniert.
19. August 2007 um 16:56
Kannst ja mal berichten, zu welchen Ergebnissen Du gekommen bist. Würde mich auch interessieren.
19. August 2007 um 19:31
Ja, das mache ich natürlich gerne. Kann aber ein wenig dauern, da ich momentan auch keine Z1 parat habe und mir momentan Zeit und das (übriggebliebene) Geld fehlt. Ich berichte dann aber gerne.