Archiv für Dezember 2007

Akkus, Kamera, Kälte

10. Dezember 2007 | Bisher 6 Kommentare »

Kann ja sein, dass es in den nächsten Monaten doch nochmal so richtig kalt wird. Niedrige Temperaturen sind immer wieder eine Herausforderung, nicht nur weil die Finger mit dem kalten Metall des Stativs oder der Kamera eins werden, sondern vor allem weil voll aufgeladene Akkus oft schon nach einer halben Stunde ihren Geist aufgeben können.

Bevor ich also losziehe, verstaue ich die Akkus in der Innentasche meiner Jacke. Dort ist es warm, die Akkus entladen sich nicht. Erst kurz vor Beginn der Dreharbeiten stecke ich den Akku an die Kamera. Ist es nicht allzu kalt, bleibt er dank der Betriebstemperatur einigermaßen warm. Bei Drehpausen nehme ich ihn wieder ab - so lässt sich die Drehzeit erheblich verlängern.

Ideal wäre es ja, wenn der Akku permanent in der Jacke liegen und mit einem Adapter samt Kabel an die Kamera angeschlossen werden könnte. Kennt jemand so eine Lösung, speziell auch für die DVX100? Oder hat sich jemand vielleicht sogar selbst etwas zusammengelötet? Hinweise wie immer gerne in den Kommentaren.

Andere Sache noch: Kameras vertragen selten den krassen Temperaturwechsel von einer warmen Wohnung hinaus in die Kälte oder umgekehrt. Wenn ich meinen Drehtag draußen verbringe, transportiere ich die Kamera in ihrer Tasche im (recht kühlen) Kofferraum des Autos. Spätestens nach einer halben Stunde ist sie absolut einsatzbereit.

Concentra Award 2007

9. Dezember 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Vielleicht mag es für den ein oder anderen Leser dieses Blogs von Interesse sein: Noch bis zum 7. Januar 2008 können Videojournalisten ihre maximal zehn Minuten langen Beiträge beim Concentra Award einreichen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Einige Dinge sind in diesem Jahr erfreulicherweise anders als 2005 und 2006: Einreichungen von ausschließlich online veröffentlichten Videos (also z.B. Zeitungs-Websites oder Blogs) sind willkommen, auch von Teilnehmern außerhalb Europas. Zusätzlich gibt es einen Breaking News Award: Das maximal fünf Minuten lange Video muss komplett an einem Tag entstanden und veröffentlicht worden sein.

Die Regeln sind klar formuliert: So ist VJ-Teamwork nicht erlaubt. Die komplette Produktion (also Recherche, Dreh und Postproduktion) muss aus einer Hand stammen. Lediglich der Sprecher darf jemand anders sein. Sind die Videos nicht in englischer Sprache, müssen sie untertitelt werden.

Beobachtungen am Rande: Viele Nominierte der vergangenen Jahre arbeiten für die BBC. Unter ihnen ist die inzwischen betagte Sony PD 150 weit verbreitet. Geschnitten wurde ausschließlich mit Avid oder Final Cut Pro.

Wird Zeit, dass ein bisschen Abwechslung in den Preis kommt und vielleicht der ein oder andere Online-VJ nominiert wird.

Point-and-Shoot: Story vor Technik

2. Dezember 2007 | Bisher 2 Kommentare »

Wenn mich jemand gefragt hätte, mit welcher Kamera dieser Dreiteiler (Fundstelle: technolo-j) gedreht wurde, wäre ich kaum auf die Canon Powershot SD 800 gekommen. Okay, die O-Töne klingen nicht so gut - aber die Story funktioniert.

Was Miniaturisierung in der Online-Videoproduktion betrifft, scheinen die physikalischen Grenzen nach unten ziemlich offen zu sein. Reuters hatte ja schon vor einiger Zeit angekündigt, einige Reporter künftig mit einem Nokia-Video-Handy samt sinnvollen Zubehör auszustatten. Eine ähnliche Technik wird beim Handelsblatt ja bereits seit einiger Zeit eingesetzt. Und auch der WDR hat vor kurzem damit experimentiert: Die Bildqualität sieht wirklich ganz brauchbar aus - und der Ton klingt dank des externen Mikros ziemlich sauber.

Aber: Kann man mit einem Handy einen ganzen Beitrag drehen? Also mit vielen schönen Bildern, logisch aufgebauten Sequenzen und O-Tönen? Falls jemand ein Beispiel kennt, wäre ich über einen Hinweis samt Link sehr dankbar.