Weil ich vor dem Kauf der EOS 550D selbst brennend daran interessiert war und weil Thomas in den Kommentaren ebenfalls danach fragt, habe ich die Kamera mal kurz an die Matrox MXO2 Mini angeschlossen und überprüft, welches Signal der Composite-Anschluss während der Aufnahme tatsächlich liefert.
Wie Stephan schon schrieb: Das interne Display wird abgeschaltet, sobald auch nur das Composite-Anschlusskabel in die entsprechende Buchse gesteckt wird. Alle Infos, die mit der Display-Taste wahlweise hinzu- oder weggeschaltet werden können, erscheinen nun auch auf dem externen Display.
Solange die Kamera im PAL-Modus läuft, liefert der Composite-Anschluss ein 720x576i50-Signal in 4:3, umrahmt von schwarzen Balken an allen Seiten, oben und unten zusätzlich von leicht transparenten Balken, die über einem Teil des Bildes liegen. Der untere schwarze Balken wird für die Anzeige diverser Infos wie Shutter, Blende etc. verwendet.
Durch Druck auf die Display-Taste lassen sich diese Infos in zwei Stufen wegschalten (Infos auf dem Bild weg, Infos unter dem Bild weg). Dabei wird das Bild wie bei der 7D (über HDMI) aber leider nicht größer, die schwarzen Balken bleiben. Während der Aufnahme erscheint rechts oben der kleine, rote Aufnahmepunkt im transparenten Balken.
Hier ein paar Bilder, die ich mittels Matrox MXO2 Mini abgegriffen habe. Damit sie vernünftig in mein Blog-Layout passen, habe ich sie herunterskaliert auf 640 x 512 Pixel. Im Original sind sie 720 x 576 Pixel groß.
1.) Alle Infos an.

2.) Nur die wichtigsten Infos an.

3.) Alle Infos aus.

4.) Alle Infos aus und Aufnahme gestartet.

Da ich Hilfslinien ganz sinnvoll finde, habe ich sie eingeschaltet. Während der Aufnahme verschwinden sie aber genauso wie der weiße Rahmen für die auf Knopfdruck zuschaltbare fünf- bis zehnfache Vergrößerung (sehr sinnvoll fürs Fokussieren). Übrig bleiben aber immer die transparenten Balken oben und unten.
Was kann man mit dem Composite-Anschluss also anfangen? Um ein Live-Bild abzugreifen, ist er sicher ungeeignet. Man müsste das ohnehin schon sehr niedrig aufgelöste SD-Bild nachträglich stark beschneiden.
Fürs fehlerfreie Fokussieren mittels eines mobilen externen Videomonitors reicht mir das Signal hingegen völlig aus und hilft mir wesentlich mehr als das interne Display (ohne Lupe).
Von Vorteil ist es natürlich, wenn der externe Monitor selbst noch eine Art Crop-Funktion hat, mit der man den 4:3-Letterbox-Ausschnitt auf 16:9 vergrößern kann. Allerdings gehen dann wichtige Informationen am unteren Bildrand wie bspw. der Belichtungsmesser verloren.
Update (01.03.2011): Der Monitor-Hersteller SmallHD hat auf seiner Website schon vor längerer Zeit einen recht ausführlichen Artikel mit dem Titel The TRUTH about Canon DSLR Output Signals veröffentlicht – sehr anschaulich und mit vielen Grafiken inkl. Video.
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Ein Kommentar
Hey, wollt mich nur schnell bedanken dass du das mal getestet hast! War echt tagelang auf der Suche, vielen vielen Dank!