Verteiler für Beleuchtungsschuh?
28. Februar 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »Falls mir jemand bei der Lösung dieses Problems helfen kann, wäre ich sehr dankbar.
Update (24.05.2007): Problem gelöst. Danke an Felix für den Hinweis.
Falls mir jemand bei der Lösung dieses Problems helfen kann, wäre ich sehr dankbar.
Update (24.05.2007): Problem gelöst. Danke an Felix für den Hinweis.
In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich einige TV-Beiträge produziert, die sich um Computer-Themen drehten. Dabei kam es immer wieder auf gute Bildschirm-Aufnahmen an, vor allem auf Naheinstellungen ganz bestimmter Ausschnitte des Screens.
Folgende Tipps kann ich dazu geben:

Die Kamera so nah wie möglich am Computerscreen platzieren.
Ich bin erstaunt über die Makro-Eigenschaften des Objektivs. Selbst bei einem Abstand von nur einem Zentimeter zum Monitor waren scharfe Aufnahmen von kleinsten Details des Screens - je nach Blendenöffnung - auch noch mit ziemlich langen Brennweiten möglich. Man kann also regelrecht in den Bildschirm hineinzoomen.
Schön anzuschauende Schärfenverlagerungen von einem Screen-Element auf das andere sind mit möglichst offener Blende bei mittlerer Brennweite leicht zu realisieren. Um das Bild nicht zu überstrahlen, einfach den ND-Filter auf 1/8 stellen und die Blende so weit öffnen, bis sich das Zebra wieder bemerkbar macht.

Vor allem beim Schwenken können Interferenzstreifen auftreten.
Ein unangenehmer Nebeneffekt bei Aufnahmen vom Screen können Interferenzstreifen sein. Über das Kameradisplay ist leider nicht immer zu beurteilen, welche Auswirkungen diese Streifen tatsächlich haben. Ein Video-Kontrollmonitor gibt da mehr Aufschluss, aber den hat man ja eher selten im Gepäck.
Gerade beim Surfen über die ARD-Website entdeckt: Heute abend um 20:15 Uhr läuft im Ersten “Deutschland - Ein Sommermärchen”, den ich mangels Empfangsgerät leider nicht sehen kann. Im Herbst hatte ich ihn mir allerdings schon im Kino angeschaut und kann ihn nur empfehlen.
Während der WM hatte ich mir ja mal Gedanken gemacht, wie der Film wohl wirken wird, da Sönke Wortmann ihn fast ausschließlich mit einer DVX 100 gedreht hat.
Im Kino ist mir dann folgendes aufgefallen:
Ich vermute mal, dass ein solcher Film nicht möglich gewesen wäre, hätte man ihn auf konventionelle Art und Weise gedreht.
Straßenumfragen sind ja immer wieder gern genommene, belebende Elemente in TV-Beiträgen. Dabei werden kurze Antworten mehrerer Befragter in schneller Folge hintereinander geschnitten.
Beim Drehen solcher Umfragen sind mehrere Dinge zu beachten, damit sich das Material später gut schneiden lässt:
Im Teamwork ist eine solche Umfrage leichte Arbeit und meistens schnell gemacht. Aber solo als VJ sind sie eine echte Herausforderung, wie ich finde.
Vor ein paar Tagen wollte ich wissen, wie Verbraucher mit ihren persönlichen Daten umgehen, wenn sie sich im Internet oder in Supermärkten bewegen. Dabei bin ich folgendermaßen vorgegangen:
Nachdem ich die Blende fixiert und den Autofocus also abgeschaltet hatte, ging’s los. Zunächst dachte ich, dass die Leute mich als Solo-Befrager nicht so ernst nehmen wie ein Team. Völlig unbegründet, wie sich herausstellen sollte. Alle Befragten waren offen und nahmen meine Fragen und meine Art zu arbeiten offenbar ernst.
Jedes Mal, wenn ich einen Umfragepartner gewonnen hatte, musste ich ganz schnell kurz kontrollieren, ob die fest eingestellten Bildparameter auch wirklich passten (nur selten musste ich die Blende nachregulieren, um das optimale Zebra im Gesicht des Befragten zu sehen). Klar war, dass das Einstellen sehr, sehr schnell gehen musste, um die Spontanität der Umfragesituation nicht zu gefährden.
Schwierig waren die Fragen, bei denen ich das Stativ links von mir platzierte. Ich hatte gar keinen Blick auf das Display, konnte also während des gesamten Gesprächs den Ausschnitt nicht kontrollieren. So war klar, dass die Bildeinstellungen sämtlicher Aufnahmen von links möglichst total sein mussten.
Zudem standen nicht alle Gesprächspartner wirklich ruhig, sondern bewegten sich mal etwas nach links, dann wieder nach rechts. Im Blindflug musste ich also die Kamera hinterherbewegen.
Was den Ton betrifft, musste ich ebenfalls Kompromisse eingehen. Da das Mikro fest auf der Kamera installiert war und somit zwar immer direkt in die Richtung des Befragten zeigte, waren die O-Töne allesamt sendbar. Durch die Richtwirkung des ME66 war aber auch das Getümmel in der Fußgängerzone hinter den Befragten deutlich zu hören. Da ich seitlich zum Mikrofon stand, waren meine Fragen zwar noch zu hören, aber nicht in sendbarer Qualität.
Besser ist natürlich ein handgeführtes Mikro. Denn dabei hält man es so nah wie möglich an den Mund des Gesprächspartners, und zwar von unten. Das heißt: Umgebungsgeräusche werden aufgrund der Richtwirkung des Mikros weitgehend ausgeblendet, denn oben über dem Befragten ist es in der Regel ruhiger als hinter ihm.
Fazit: Direkt nach der Umfrage hatte ich zunächst das Gefühl, dass davon nichts zu gebrauchen sein wird - fürs Web vielleicht, weil in Clips in Briefmarkengröße Unschärfen kaum auffallen. Da ich die Umfrage aber für einen TV-Bericht benötige, wird jeder Fehler sofort auffallen.
Als ich mir das Material später am Videomonitor ansah, war ich positiv überrascht. Größtenteils ist die Umfrage sendbar, zumindest wenn sie entsprechend geschnitten wird und es nicht auf meine Fragen ankommt. Unbrauchbar sind allenfalls die Passagen, in denen ich bei allzu lebhaften Gesprächspartnern die Kamera im Blindflug nachschwenken musste. Da ruckelts dann sehr unprofessionell.
Wenn es die Zeit meiner Interview-Partner zulässt, dann nehme ich das Gespräch mit ihnen am liebsten in ruhiger Atmosphäre auf, möglichst im Sitzen und adäquat ausgeleuchtet.
Telefonisch kläre ich vorher natürlich ab, ob soviel Zeit vorhanden ist. Denn allein für Auf- und Abbau der Technik gehen locker mindestens 20 Minuten drauf, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert und die Konzentration hoch ist.
Für solche Fälle nehme ich folgendes Equipment mit:
Das alles sollte natürlich möglichst gut und transportabel verpackt sein. Der Transport des gesamten Equipments ohne Auto ist auch solo zwar möglich, aber sehr anstrengend und absolut nicht empfehlenswert.

Dieses Equipment ist an einem ganz normalen Drehtag dabei.
Heute morgen hatte ich das gesamte Equipment dabei, als ich kurz einen O-Ton für einen Beitrag aufzeichnen wollte. Doch mein Interview-Partner hatte leider nur 15 Minuten Zeit, womit ich nicht gerechnet hatte. Viel zu wenig Zeit auf jeden Fall, um den ganzen Lichtaufbau vernünftig hinzukriegen.
Wir zeichneten den O-Ton dann im Stehen auf, und zwar auf einem langen Flur in dem Verwaltungsgebäude, in dem wir uns befanden. In der kurzen Zeit ist mir leider kein besserer Ort eingefallen.
Dort waren unter der Decke in regelmäßigen Abständen relativ schwache Leuchten platziert, an einer Stelle fiel links durch ein Fenster natürliches Licht.
Ich bat meinen Interview-Partner, sich direkt unter eine der Deckenleuchten seitlich in die Nähe dieses Fensters zu stellen. Dort vermischten sich zwar Tages- und Kunstlicht, was jedoch durch einen Weißabgleich in den Griff zu bekommen ist.
Auf die Kamera habe ich dann schnell noch eine kleine 20-Watt-Kopfleuchte installiert, mit der ich das Gesicht des Interview-Partners etwas aufhellen konnte.
Der Workflow in dieser Situation war wie folgt:
Während des Interviews stand ich - wie meistens - links hinter der Kamera, denn dort habe ich den besten Blick auf das ausklappbare Display. So kann ich den Bildausschnitt sowie die Tonpegel ständig aus dem Augenwinkel kontrollieren.
Das Mikrofon (in diesem Fall das Richtmikro Sennheiser ME66) halte ich in solchen Situationen nicht mit der bloßen Hand, sondern mit einer kleinen Tonangel, quasi ein verlängerter Arm. An deren Ende ist eine Spinne befestigt, die das Mikro hält.
So werden einerseits störende Griffgeräusche unterbunden (das ME66 ist da sehr empfindlich). Andererseits kann ich eine entspannte Körperhaltung einnehmen und bequem hinter der Kamera stehen bleiben, weil ich das Mikro auch über ein wenig Distanz an den Interview-Partner heranführen kann.