Seit einiger Zeit frage ich mich, welchen Einfluss der Online-Video-Boom auf die Höhe der Honorare nehmen wird. Die Qualitätsansprüche scheinen bei verschiedenen Redaktionen ja sehr unterschiedlich zu sein, wenn man sich die Formate auf einigen Seiten mal so ansieht.
Viele Videos sind absolute Schnellschüsse, bei denen weder auf Text, Bild oder Ton Wert gelegt wird - also eigentlich auf gar nichts.
Leider fehlt mir der Überblick, wie gut oder schlecht einzelne Redaktionen ihre freien VJs bezahlen. Daher würden mich Eure Erfahrungen mal interessieren.
Zum Vergleich: Nehmen wir den WDR mal als Maßstab, weil Honorarhöhen dort in der Regel das Ergebnis tariflicher Verhandlungen sind. Dort zahlt man - sofern der öffentlich einsehbare Honorarrahmen (PDF, 70 kB) auf den Freienseiten keine falschen Informationen enthält - für einen 2′30er ein Honorar von 459,05 Euro.
Hinzu kommt laut verdi-Freibrief Nr. 58 (PDF, 60 kB) ein Zuschlag von 110,- Euro für die Produktion (also Schnitt, Tonmischung) sowie 50,- Euro für den Einsatz eigener Technik (Kamera, Stativ, Licht, Mikro). Macht insgesamt: 619,05 Euro.
Die Produktion eines Videos fürs Web läuft im Grunde genauso wie fürs Fernsehen - der Aufwand ist also identisch.
Aber wie sieht’s mit den Honoraren aus?
(Update am 04.02.2008: Der DJV hat eine Honorarempfehlung für Online-Video veröffentlicht, siehe hier.)