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	<title>r73.net - Weblog über Videojournalismus &#187; Kamera</title>
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	<description>Roman Mischel, freiberuflicher Videojournalist</description>
	<lastBuildDate>Wed, 30 Jun 2010 22:33:17 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Canon 550D / Rebel T2i: Beispielvideo, Einzelteile meines Schulter-Rigs</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 16:38:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Mischel</dc:creator>
				<category><![CDATA[550D/Rebel T2i]]></category>
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		<description><![CDATA[Für meinen Lieblingsfußballverein, den TV Reelkirchen (für den ich selbst als Spieler aktiv bin), habe ich neulich in einer Hauruckaktion zwei Stunden vor Spielbeginn ein Video mit der Canon 550D / Rebel T2i gedreht. Hintergrund ist, dass die Mannschaft für die neue Saison ganz dringend neue Spieler braucht. Das Video, dort im Originalkontext, ist also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für meinen Lieblingsfußballverein, den TV Reelkirchen (für den ich selbst als Spieler aktiv bin), habe ich neulich in einer Hauruckaktion zwei Stunden vor Spielbeginn ein Video mit der Canon 550D / Rebel T2i gedreht. Hintergrund ist, dass die Mannschaft für die neue Saison ganz dringend neue Spieler braucht. Das Video, <a href="http://reelkirchen.tv/2010/05/25/mitspielen-bei-reelkirchen-tv/">dort im Originalkontext</a>, ist also ein Aufruf an potenzielle Mitspieler, die es da draußen ganz bestimmt gibt.</p>
<p><object width="640" height="360"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12030154&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12030154&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="640" height="360"></embed></object></p>
<p><small>Die Musik in diesem Video trägt den Titel &#8220;Welcome Home&#8221;, ist erschienen beim Netlabel <a href="http://www.petitejolie.com/">petite&#038;jolie :: a place for cute people</a> (Titel des Albums: <a href="http://www.petitejolie.com/releases/004/">Missing Monsters</a>) und stammt von <a href="http://www.lastfm.de/music/risch">Risch</a>. Lizenziert unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported</a>. Das Video wurde unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 Unported</a> veröffentlicht.</small></p>
<p>Bereits einige Zeit vor diesem Dreh hatte ich mein vor kurzem noch <a href="/2010/03/31/erste-dreherfahrungen-mit-der-eos-550d-rebel-t2i-und-einem-schulter-rig/">provisorisches Schulter-Rig</a> deutlich verfeinert, einige Elemente hinzugefügt und insgesamt ein wenig an Erfahrung im Hinblick auf DSLR-Videoarbeit dazugewonnen.</p>
<p>Für alle, die sich etwas Ähnliches nachbauen möchten, gehe ich im folgenden mal kurz auf die Einzelteile meines &#8211; leider immer noch nicht kompletten &#8211; Sets ein (viele der Teile stammen übrigens aus meiner <a href="/2010/01/17/hpx-171-kamerarig-deconstructed/">HPX171/35mm-Adapter-Konfiguration</a> und werden künftig sicher auch für andere Kameratypen recyclebar sein).</p>
<p><img src="http://www.r73.net/wp-content/uploads/eos550d_schulterrig2.jpg" alt="Schulter-Rig f&uuml;r die Canon EOS 550D aus Redrock Micro- und Zacuto-Elementen" /></p>
<p>Das System besteht im Wesentlichen aus Bauteilen von Redrock Micro sowie einem einzigen Verbindungsstück von Zacuto. Basis der Konstruktion ist der <a href="http://store.redrockmicro.com/Catalog/microShoulderMount/microShoulderMount-for-35mm-Adapters-Bundle-Patent-Pending">microShoulderMount</a> mit etwas längeren <a href="http://store.redrockmicro.com/Catalog/microSupportRods/24-15mm-Iris-rods-professional-grade">24&#8243;-Rohren</a> (Durchmesser: 15mm), der <a href="http://store.redrockmicro.com/Catalog/DSLR-Clamps/DSLR-Baseplate-Patent-Pending">DSLR-Baseplate</a>, dem <a href="http://store.redrockmicro.com/Catalog/DSLR-microFollowFocus/microFollowFocus-v2">microFollowFocus v2</a> samt dem <a href="http://store.redrockmicro.com/Catalog/DSLR-microFollowFocus/microLensGears-Kit-3-Gears">microLensGears Kit</a> sowie einem <a href="http://store.redrockmicro.com/Catalog/DSLR-Clamps/microMount">microMount</a>.</p>
<p><em>(Die ganzen Einzelteile sind, nebenbei bemerkt, unverschämt teuer und vermutlich weges des Hypes um die ganze DSLR-Filmerei in jüngster Vergangenheit auch <a href="http://dvxuser.com/V6/showthread.php?t=206911">nicht unbedingt</a> <a href="http://www.cinema5d.com/viewtopic.php?f=33&#038;t=13497">im Preis gesunken</a>. )</em></p>
<p><img class="alignright" src="http://www.r73.net/wp-content/uploads/dslr_baseplate_batteriefach.jpg" alt="DSLR-Baseplate verdeckt Batteriefach" />Die 550D steht sicher und fest auf der DSLR-Baseplate. Montage und Demontage dauern nur wenige Sekunden. Leider ist das ungefähr im Stundentakt auch nötig, denn das Batteriefach der Kamera ist durch die Platte komplett verdeckt. Ist der Akku also leer, heißt es: Kamera abschrauben, Akku wechseln, wieder festschrauben. Das nervt gelegentlich. Soweit ich das überblicke, handelt es sich hierbei um ein 550D-spezifisches Problem, weil das Batteriefach hier längs und nicht quer verbaut ist. Bei der 7D könnte ein Akkuwechsel ohne abschrauben möglich sein, bin mir aber gerade nicht ganz sicher.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://www.r73.net/wp-content/uploads/micromount_kugelkopf.jpg" alt="microMount in Kombination mit Manfrotto-Kugelkopf" />Den externen Monitor habe ich mit Hilfe des microMounts in Komination mit einem <a href="http://www.bogenimaging.de/code/bide/482LCD">Manfrotto-Kugelkopf</a> auf der rechten Seite angebracht. Weil ich Rechtshänder bin und das Rig auch rechts schultere, kann ich spontane Interviews im Stehen (so wie sie im Video zu sehen sind) immer mit freier Sicht aufzeichnen. Hätte ich den Monitor auf der linken Seite montiert, wäre die Situation für Interviewpartner wohl noch irritierender, denn dann müsste ich den Blickkontakt durch den kleinen Spalt zwischen Kamera und Monitor herstellen.</p>
<p>Schade nur, dass die 550D nichts mehr auf dem internen Display zeigt, sobald ein externer Monitor angeschlossen ist (vielleicht wird das ja irgendwann einmal mit einem Firmware-Update behoben). Zur Bildkontrolle muss ich während eines Interviews immer wieder den Kopf nach rechts drehen, um auf den externen Monitor schauen zu können. Das trägt nicht zum Gesprächsfluss bei. Beim Blick auf das interne Display hingegen wäre es nur eine kurze unscheinbare Augenbewegung.</p>
<p>Um das gesamte Schulter-Rig schnell und ohne Schrauberei auf das Stativ zu bringen, habe ich ein kleines Teil namens <a href="http://store.zacuto.com/Z-Balance.html">Z-Balance</a> von Zacuto mit den 15mm-Rohren verbunden. Daran wiederum ist die Sachtler-Stativplatte befestigt. Der Wechsel von der Schulter zum Stativ dauert vielleicht drei Sekunden.</p>
<p><img src="http://www.r73.net/wp-content/uploads/zacuto_z-balance.jpg" alt="Zacuto Z-Balance mit Sachtler-Stativplatte" /></p>
<p>Die Sache mit dem Ton habe ich hingegen noch nicht befriedigend gelöst. Im Augenblick schließe ich ein Sennheiser K6/ME64-System direkt an der Kamera an und befestige es mit einer <a href="/2007/05/24/j-rod-twin-mount-mit-azden-mikrohalterung/">Azden-Mikrofonspinne</a> am Blitzschuh. Die Qualität der O-Töne im Video oben ist wirklich mies, keine Frage. Aber in meinem Fall kam noch ein Panne dazu: Ich hatte nicht bemerkt, dass der 3,5mm-Klinkenstecker leicht aus der Buchse gerutscht war &#8211; wie auch, ohne Möglichkeit einen Kopfhörer anzuschließen und ohne Tonpegelanzeige. Das Ergebnis war Glück im Unglück: Die Kamera hatte immerhin noch einen der beiden Tonkanäle aufgezeichnet &#8211; doch der war leider in den Spitzen übersteuert.</p>
<p>Die professionellste Lösung ist nach wie vor ein externes Aufnahmegerät. Doch der <a href="http://www.audiotranskription.de/zoom-h1">Zoom H1</a> (danke an Axel für den <a href="/2010/04/04/sennheiser-ew100g2-funkstrecke-auf-canon-eos-550d-rebel-t2i-abstimmen/#comment-7214">Tipp</a> seinerzeit) ist leider erst für Sommer angekündigt. Und ein teureres Gerät wie etwa den <a href="http://www.audiotranskription.de/aufnahmegeraete/weitere-testberichte/zoom-h4n/zoom-h4n-handheld-recorder.html">Zoom H4n</a> werde ich nicht anschaffen, da ich mit der DSLR-Kamera ausschließlich Video produziere und die gesamte Arbeitsweise wohl spätestens in einem Jahr Schnee von gestern sein wird (u.a. wegen Panasonics angekündigter <a href="http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php?t=206747">AG-AF100</a>, siehe auch <a href="http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php?t=207588">hier</a> und <a href="http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php?t=207132">hier</a>). Kein Grund also, übertrieben viel Geld in Technik zu investieren, die ich demnächst nicht mehr brauche.</p>
<p>Ein paar Worte zum Follow Focus. Braucht man sowas überhaupt? Jein. Für alle, die szenisch arbeiten, ist er wohl unverzichtbar, weil er im wesentlichen dazu dient, dass man sich Start- und Stoppmarkierungen ans Rädchen malt, um so die Schärfe gezielt verlagern zu können.</p>
<p>Videojournalismus hat mit szenischem Arbeiten zwar nichts zu tun. Doch hilfreich sind solche Markierungen immer bei statischen Motiven, also beispielsweise bei Schwenks zwischen zwei unbewegten Objekten mit kombinierter Schärfenverlagerung.</p>
<p>Ansonsten geht das Arbeiten mit dem Follow Focus zügig von der Hand und, wie ich finde, auch wackelfreier. Es ist schon ein Unterschied, ob ich den linken Griff des Rigs loslasse und plötzlich vorn am Objektiv herumfummele um die Schärfe nachzuziehen, oder ob ich schnell zwischen linkem Griff und dem daneben montierten Follow Focus hantiere.</p>
<p><img class="alignright" src="http://www.r73.net/wp-content/uploads/fader_nd.jpg" alt="variabler ND-Filter" />Deutlich weiter oben auf der Investitionsliste, wenn nicht sogar auf Platz 1, sollte ein variabler ND-Filter stehen, eine Art stufenlos abdunkelbare Sonnenbrille für das Objektiv der Kamera. Denn das Problem ist folgendes: Wer Video mit einer DSLR dreht, wird &#8211; wie bei gewöhnlichen Videokameras auch &#8211; nach der <a href="http://blog.tylerginter.com/?p=385">180-Grad-Regel</a> mit einer festen Belichtungszeit arbeiten, also bei 720p50 mit 1/100s oder bei 1080p25 mit 1/50s. Dann ist gewährleistet, dass Bewegungen flüssig aussehen. Bei grellem Sonnenlicht müsste man aber selbst bei ISO 100 stark abblenden &#8211; und damit ginge auch die geringe Schärfentiefe verloren. Jetzt kommt der variable ND-Filter ins Spiel, so dass man permanent mit offener Blende und fester Belichtungszeit drehen kann.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://www.r73.net/wp-content/uploads/550d_belichtungsmesser.jpg" alt="Mit dem Belichtungsmesser eine halbe Blende unterbelichten" />Weil man den Lichteinfall damit stufenlos regeln kann, ist es spielend möglich, das Bild mit Hilfe des Belichtungsmessers etwa eine halbe Blende unterzubelichten. So bleibt in der Postproduktion mehr Spielraum für eventuelle Farbkorrekturen. Weil solche variablen ND-Filter relativ teuer sind (über 100,- Euro), habe ich übrigens nur einen einzigen davon gekauft &#8211; und zwar für das Objektiv mit dem größten Durchmesser (in meinem Fall ein Tamron SP 17-50mm f2.8 mit 72mm Öffnung, sehr empfehlenswert übrigens). Mit Hilfe von vergleichsweise kostengünstigen Stepup-Ringen lässt sich der Filter dann auch an Objektiven mit geringeren Durchmessern montieren (bei mir sind das diverse Nikon AI-S-Linsen mit 52mm Durchmesser).</p>
<p>Seit einigen Wochen integriere ich die 550D mehr und mehr in meine Arbeit und nutze sie in Kombination mit der HPX171 vor allem für Interviewaufnahmen. Die HPX hat dabei zuletzt nur noch als Audio-Aufnahmegerät gedient und steht auf dem Boden, während die 550D den Platz auf dem Stativ einnimmt und fürs Bild zuständig ist (ich arbeite noch an einer Lösung, um beide Kameras unkompliziert und aus einem Guss nebeneinander auf dem Stativ zu befestigen, so dass ich das Bild doppelt aufzeichnen kann).</p>
<p>In der Summe ist die Arbeit mit zwei Kameras am Drehort zwar eine nicht zu unterschätzende Doppelbelastung, da mehr Technik eben auch mehr Aufmerksamkeit verlangt und möglicherweise von der Interviewführung zu sehr ablenkt (viele Interviews dauern zum Beispiel länger als das Aufnahmelimit von zwölf Minuten). Aber im Ergebnis lohnt es sich. Die Bilder sehen einfach sehr viel edler aus.</p>
<p>Zum späteren Synchronisieren von Bild und Ton lohnt sich der Einsatz von <a href="http://www.singularsoftware.com/pluraleyes.html">PluralEyes</a>, das in der Trial-Version 30 Tage lang uneingeschränkt lauffähig ist.</p>
<p>Für die meisten Dreharbeiten ist und bleibt die HPX für mich aber die Hauptkamera, denn sehr viele Einstellungen muss ich schnell und ohne zweiten Versuch im Kasten haben. Allein solche kleinen Details wie den Weißabgleich zu erneuern, sind mit der 550D <a href="http://vimeo.com/9742411">Frickelarbeit</a> (wobei natürlich alles eine Frage der Gewöhnung ist).</p>
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		<title>Erste Dreherfahrungen mit der EOS 550D/Rebel T2i und einem Schulter-Rig</title>
		<link>http://www.r73.net/2010/03/31/erste-dreherfahrungen-mit-der-eos-550d-rebel-t2i-und-einem-schulter-rig/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 18:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Mischel</dc:creator>
				<category><![CDATA[550D/Rebel T2i]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit rund zwei Wochen liegt sie nun hier herum, die Canon EOS 550D. Erst gestern bin ich spontan dazu gekommen, sie mal auf Praxistauglichkeit zu testen. Für das Videoblog meines geschätzten Fußballclubs habe ich einen kleinen Beitrag produziert, eine Art Stimmungsumfrage unter den Spielern zu Beginn der bevorstehenden Rückserie. Nichts Großes, wegen pünktlichen Trainingsbeginns in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit rund zwei Wochen liegt sie nun hier herum, die Canon EOS 550D. Erst gestern bin ich spontan dazu gekommen, sie mal auf Praxistauglichkeit zu testen.</p>
<p>Für das Videoblog meines geschätzten Fußballclubs habe ich einen kleinen <a href="http://reelkirchen.tv/2010/03/31/stimmungsbild-vor-dem-rueckrundenstart/">Beitrag</a> produziert, eine Art Stimmungsumfrage unter den Spielern zu Beginn der bevorstehenden Rückserie. Nichts Großes, wegen pünktlichen Trainingsbeginns in wenigen Minuten unter Zeitdruck entstanden &#8211; also fast wie im Berufsalltag.</p>
<p>Zuvor habe ich mir provisorisch ein Schulter-Rig aus Redrock Micro- und Zacuto-Komponenten zusammengebaut. Es ist zwar noch nicht ganz ausgereift, weil es eigentlich für den 35mm-Adapter und die HPX 171 gedacht ist. Doch das Drehen macht damit richtig Spaß, vor allem weil das Rig im Vergleich zum Adapter unglaublich leicht ist.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/eos550d_schulterrig.jpg" alt="Canon EOS 550D / Rebel T2i mit Schulterstativ aus Redrock Micro- und Zacuto-Komponenten" /></p>
<p>Da der Monitor dank des Kugelgelenks in alle Richtungen drehbar ist, kann ich das Rig sowohl links als auch rechts schultern &#8211; und somit für die nötige Abwechslung bei Umfragen sorgen (also das Gesicht mal links, mal rechts positionieren).</p>
<p>Mit dem über Composite angeschlossenen Marshall-Monitor (<a href="http://www.lcdracks.com/monitors/v-lcd70p-hda.html">Modell V-LCD70P-HDA</a>), der eine Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten hat, kann ich die Schärfe der Bilder prima beurteilen (zumindest bei 720p-Aufnahmen; in 1080p habe ich bisher noch nichts aufgenommen).</p>
<p>Vor allem interessierte mich aber die Frage, wie gut wohl die O-Töne klingen werden, wenn ich mein Sennheiser ME64 (mit Windschutz) anschließe. Fast alle Statements in dem Video habe ich über eine Distanz von etwa anderthalb Metern aufgezeichnet, links und rechts gab&#8217;s ordentlich Nebengeräusche.</p>
<p>Dank der Nierencharakteristik des Mikrofons sind die O-Töne recht deutlich verständlich. Der Limiter hat immer kurz vor 0 dBFS abgeriegelt. Zu Übersteuerungen kam es bei diesem Test nicht.</p>
<p>Ansonsten das übliche Problem: Immer wenn kurze Sprechpausen auftreten, zieht die automatische Tonaussteuerung (AGC = Automatic Gain Control) die Stille deutlich hoch, was sich mit Rauschen bemerkbar macht. Klingt nicht so gut, ist für viele Online-Video-Produktionen aber vermutlich zu verschmerzen.</p>
<p><img class="alignleft" src="/wp-content/uploads/nikon_linsen2.jpg" alt="Nikon AI-S-Linsen mit Blendenring" />Die alte <a href="http://www.kenrockwell.com/nikon/50f14ai.htm">Nikon AI 50mm f1.4-Linse</a>, die ich für den Dreh eingesetzt habe, ist wegen des APS-C-Sensors der 550D fast ein kleines Teleobjektiv (Faktor 1,6 = 80mm). Natürlich hat es keinen Bildstabilisator. Aber ich habe den Eindruck, dass man mit einem Schulterstativ trotzdem recht ruhige Aufnahmen hinbekommt. Das bisschen Gewackel bei den O-Tönen in meinem Video stört mich nicht, da es nicht dieses merkwürdige Rolling-Shutter-Gezittere ist.</p>
<p>Apropos alte Nikon-Linsen: Ich kann sie für die Arbeit mit Video-DSLRs nur wärmstens empfehlen. Ich hatte mir ein Set speziell für den 35mm-Adapter zusammengekauft, bin aber heilfroh, dass ich sie dank eines gerade mal 20,- Euro teuren Adapterrings ohne Einschränkungen auch an der 550D nutzen kann. Der Vorteil für die Videoarbeit ist der direkt am Objektiv angebrachte Blendenring sowie der angenehm gedämpft laufende Fokusring.</p>
<p>Obwohl das Drehen mit der 550D unglaublich Lust auf mehr macht, fehlt mir an der Kamera vor allem eins: Ein 70%-Zebra, um die korrekte Belichtung von Gesichtern besser feststellen zu können (wie im Video deutlich zu sehen ist). Der sehr hilfreiche Belichtungsmesser bezieht sich immer auf das gesamte Bild, ist also nur eine begrenzte Hilfe.</p>
<p>Der Marshall-Monitor hat übrigens eine zebra-ähnliche Funktion (&#8220;False Color&#8221;, siehe <a href="http://www.lcdracks.com/monitors/v-lcd70p-hda.html">hier</a>). Da ich ihn aber bisher immer nur mit der HPX 171 benutzt hatte, habe ich mich noch nicht damit auseinander gesetzt.</p>
<p>Erstes Fazit für mich: Die 550D macht soviel Spaß, dass ich gestern das erste Mal das Gefühl hatte, den 35mm-Adapter vermutlich nicht mehr einzusetzen. Mal schauen, wie sich&#8217;s beim ersten ernsthaften Beitragsdreh anfühlt.</p>
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		<title>HD-Material der Canon 550D/7D in SD-Material mit Halbbildern wandeln (720p50 nach 576i50)</title>
		<link>http://www.r73.net/2010/03/29/hd-material-der-canon-eos-550d-oder-eos-7d-in-sd-material-mit-halbbildern-wandeln-720p50-nach-576i50/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 11:16:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Mischel</dc:creator>
				<category><![CDATA[550D/Rebel T2i]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsweisen]]></category>
		<category><![CDATA[HPX171]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen großen Teil meiner Videos produziere ich nach wie vor in der PAL-Fernsehnorm mit Zeilensprungverfahren, also in 720 x 576 Bildpunkten mit 25 Bildern pro Sekunde, die sich aus 50 Halbbildern zusammensetzen. In Zukunft werde ich wohl häufiger HD-Material der Canon EOS 550D mit SD-Material der Panasonic HPX171 mischen. Ideal eignet sich dazu der Aufnahmemodus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen großen Teil meiner Videos produziere ich nach wie vor in der PAL-Fernsehnorm mit Zeilensprungverfahren, also in 720 x 576 Bildpunkten mit 25 Bildern pro Sekunde, die sich aus 50 Halbbildern zusammensetzen. In Zukunft werde ich wohl häufiger HD-Material der Canon EOS 550D mit SD-Material der Panasonic HPX171 mischen.</p>
<p>Ideal eignet sich dazu der Aufnahmemodus 1280 x 720p50 der 550D. Die 50 Vollbilder der HD-Aufnahme lassen sich recht einfach in die 50 Halbbilder des SD-Formats wandeln. Dann sehen sämtliche Bewegungen auch auf einem Röhrenfernseher völlig flüssig aus.</p>
<p>Apples Compressor, der zum Final Cut Studio gehört, macht da einen guten Job &#8211; auch was die Umrechnung der quadratischen HD-Pixel in die anamorphen SD-Pixel betrifft.</p>
<p>Wenn ich mit der HPX171 also PAL SD in DVCPRO50 aufnehme, wandle ich das 550D-Material in Compressor später mit folgenden Einstellungen:</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/720p_nach_576i_compressor1.gif" alt="Einstellungen zur Wandlung von 720p50-Material in 576i50" /></p>
<p>Bei den Video-Einstellungen wähle ich folgendes:</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/720p_nach_576i_compressor2.gif" alt="Einstellungen zur Wandlung von 720p50-Material in 576i50" /></p>
<p>Bei den Ton-Einstellungen wähle ich &#8220;Linear PCM&#8221; als Format, Stereo-Kanäle und eine Abtastrate von 48 kHz.</p>
<p>Übrigens: Eine &#8220;beliebte&#8221; Fehlerquelle ist die Halbbildreihenfolge. Wenn Sie hier etwas Falsches eintragen, zappeln die Bilder sehr stark, was vor allem bei starker innerer Bewegung im Bild oder bei Kamerabewegungen (Schwenk, Fahrt) zu sehen ist.</p>
<p>Ob die Halbbildreihenfolge stimmt, können Sie aber nur auf einem Videomonitor oder Fernseher mit Bildröhre kontrollieren. Denn Flachbildschirme stellen keine Halbbilder dar.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Video-DSLR Canon 550D / Rebel T2i &#8211; Testbericht, Quellen</title>
		<link>http://www.r73.net/2010/03/09/video-dslr-canon-550d-rebel-t2i-testbericht-quellen/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 11:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Mischel</dc:creator>
				<category><![CDATA[550D/Rebel T2i]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich für Canons neue Video-DSLR 550D (in den USA &#8220;Rebel T2i&#8221;) interessiert: Den bisher umfangreichsten Testbericht habe ich auf cameralabs.com gefunden. Darin beschreibt Autor Gordon Laing auch sehr detailliert die Video-Funktion und ihre Handhabung. Ansonsten halte ich folgende Quellen für lesens- und sehenswert: Sub-Forum auf DVXuser.com zur Canon EOS 7D / 550D / Rebel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich für Canons neue Video-DSLR 550D (in den USA &#8220;Rebel T2i&#8221;) interessiert: Den <a href="http://www.cameralabs.com/reviews/Canon_EOS_550D_Rebel_T2i/index.shtml">bisher umfangreichsten Testbericht</a> habe ich auf cameralabs.com gefunden. Darin beschreibt Autor Gordon Laing auch sehr detailliert die <a href="http://www.cameralabs.com/reviews/Canon_EOS_550D_Rebel_T2i/movie_mode.shtml">Video-Funktion</a> und ihre Handhabung.</p>
<p>Ansonsten halte ich folgende Quellen für lesens- und sehenswert:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.dvxuser.com/V6/forumdisplay.php?&#038;f=187">Sub-Forum auf DVXuser.com zur Canon EOS 7D / 550D / Rebel T2i</a></li>
<li><a href="http://www.dvinfo.net/forum/canon-eos-rebel-t2i-eos-550d-hd/">Sub-Forum auf DVinfo.net zur Canon EOS 550D / Rebel T2i</a></li>
<li><a href="http://ninofilm.net/blog/2010/02/23/canon-550d-review/">Nino Leitner: Canon EOS 550D / Rebel T2i review (pre-production model)</a></li>
<li><a href="http://philipbloom.co.uk/2010/02/26/first-thoughts-on-rebel-t2i-550d/">Philip Bloom: First thoughts on Rebel T2i/ 550D</a></li>
<li><a href="http://www.vimeo.com/9767400">Philip Bloom auf Vimeo: Unscientific T2i tests shots includes timelapse</a></li>
<li><a href="http://vimeo.com/9719790">Orange Wedding Films auf Vimeo: 7D vs. T2i Comparison Video</a></li>
</ul>
<p>Entscheidend vor der Anschaffung einer 550D / Rebel T2i ist für mich die Frage, wie ich sauber fokussieren kann. Reicht dazu das gegenüber der 7D leicht größere Liveview-Display?</p>
<p>Laut <a href="http://www.dvinfo.net/forum/canon-eos-rebel-t2i-eos-550d-hd/473670-hd-out-over-hdmi-while-recording.html">DVinfo.net</a> und <a href="http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php?t=201923">DVXuser.com</a> gibt der HDMI-Port nur ein 480p-Signal aus, das auf angeschlossenen mobilen Monitoren &#8211; ähnlich wie bei der 5D MK II &#8211; schwarze Ränder oben und an der Seite zeigt. Zum Fokussieren ist das alles andere als ideal.</p>
<p>Persönlich würde mich interessieren, welches Signal der AV-Out-Anschluss liefert, da mein Marshall-Monitor eh nur über einen Komponenten- und einen Videoanschluss verfügt.</p>
<p>Jemand Erfahrungen?</p>
<p><em>Update (3. April 2010): <a href="/2010/04/03/welches-signal-liefert-der-composite-anschluss-der-canon-550d-rebel-t2i-waehrend-der-aufnahme/">Infos zum AV-Out-Anschluss.</a></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.r73.net/2010/03/09/video-dslr-canon-550d-rebel-t2i-testbericht-quellen/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Porträt einer starken Frau</title>
		<link>http://www.r73.net/2010/02/16/portraet-einer-starken-frau/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 07:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Mischel</dc:creator>
				<category><![CDATA[35mm-Adapter]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsweisen]]></category>
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		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Begegnung mit Sigrid hat mich wirklich schwer beeindruckt. Ob ich ihr und allem, was sie erlebt hat und was sie bewegt, mit diesem zehnminütigen Porträt auch nur ansatzweise gerecht werde, bezweifle ich. Für mich bleibt nach dieser Arbeit nur das Gefühl einen Menschen kennen gelernt zu haben, über den ich immer wieder nachdenke. Immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="640" height="360"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12295756&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12295756&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="640" height="360"></embed></object></p>
<p>Die Begegnung mit Sigrid hat mich wirklich schwer beeindruckt. Ob ich ihr und allem, was sie erlebt hat und was sie bewegt, mit diesem zehnminütigen Porträt auch nur ansatzweise gerecht werde, bezweifle ich. Für mich bleibt nach dieser Arbeit nur das Gefühl einen Menschen kennen gelernt zu haben, über den ich immer wieder nachdenke. Immer wieder mit großem Respekt.</p>
<p>Sigrid <a href="http://blog.zeropoverty.de/author/hund/">bloggt</a> übrigens.</p>
<p>Gedreht habe ich das Porträt mit meiner HPX 171 und dem Letus Extreme. Die meisten Bilder sind, wie man unschwer erkennen kann, handheld entstanden. Um das einigermaßen hinzubekommen, habe ich das komplette Rig soweit wie möglich abgespeckt: Also kein zusätzlicher Monitor, keine Mattebox, kein Follow Focus.</p>
<p>Aufgezeichnet habe ich das Porträt nur in SD-Auflösung, ganz einfach deshalb, weil ich für HD-Aufnahmen den externen Monitor gebraucht hätte, um vernünftig zu fokussieren.</p>
<p>Die meiste Zeit habe ich mit einer 50mm Nikon-Festbrennweite gearbeitet, für einige totalere Aufnahmen auch mal die 28mm-Linse aufgeschraubt. Die richtige Schärfe gerade in bewegten Situationen zu treffen und zu halten, ist bei frei aus der Hand geführter Kamera eine wirkliche Herausforderung. Ich habe eine Menge Ausschuss produziert.</p>
<p>Die Musik für dieses Porträt stammt von Thomas Peters, auch bekannt unter dem Namen <a href="http://www.myspace.com/cantaloup">Cantaloup</a>. Aufmerksam geworden bin ich auf ihn über das Netlabel <a href="http://www.aerotone.net/">Aerotone</a>. Herzlichen Dank für die unkomplizierte Lizenzierung der beiden Songs!</p>
<p>Das Porträt habe ich übrigens im Auftrag des<a href="http://www.caritas.de/"> Deutschen Caritasverbandes</a> produziert.</p>
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		<title>Video-DSLR oder 35mm-Adapter?</title>
		<link>http://www.r73.net/2010/02/15/video-dslr-oder-35mm-adapter/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 16:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Mischel</dc:creator>
				<category><![CDATA[35mm-Adapter]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsweisen]]></category>
		<category><![CDATA[Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[HPX171]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Letus Extreme]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich mir vor ziemlich genau einem Jahr den Letus Extreme 35mm-Adapter für meine HPX 171 gekauft habe, gab es Video-DSLRs wie die Canon EOS 5D Mark II schon längst. Kurze Zeit später kam auch die Canon EOS 7D auf den Markt. In letzter Zeit habe ich mich einige Male gefragt, ob die Investition in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich mir vor ziemlich genau einem Jahr den Letus Extreme 35mm-Adapter für meine HPX 171 gekauft habe, gab es Video-DSLRs wie die Canon EOS 5D Mark II schon längst. Kurze Zeit später kam auch die Canon EOS 7D auf den Markt. In letzter Zeit habe ich mich einige Male gefragt, ob die Investition in eine solche DSLR-Kamera statt in einen 35mm-Adapter nicht klüger gewesen wäre.</p>
<p>Zunächst einmal: Warum überhaupt ein 35mm-Adapter(<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/35-Millimeter-Adapter">1</a>, <a href="http://videopia.org/content/view/189/231/">2</a>) oder eine Video-DSLR?</p>
<p>Weil die Bilder gewöhnlicher Videokameras mit ihren oft 1/3 Zoll kleinen Chips vor allem unter einer Eigenschaft leiden: Der extrem großen Schärfentiefe. Jedes abgebildete Objekt wird messerscharf dargestellt, egal ob es sich im Vordergrund oder im Hintergrund befindet.</p>
<p>Das ist nicht unbedingt schlimm, manchmal sogar sehr nützlich, etwa bei Reportagedrehs bzw. sämtlichen Run-and-Gun-Situationen, wo schnelles und fehlerfreies Fokussieren kaum möglich ist. In vielen anderen Situationen bleibt der gestalterische Spielraum aber enorm eingeschränkt.</p>
<p>Wer gezielt mit selektiver Schärfe arbeitet, also beispielsweise den Hintergrund verschwimmen lassen möchte, um die Aufmerksamkeit auf den bildwichtigeren Vordergrund zu lenken, hat mit gewöhnlichen Videokameras nur eine Chance: Möglichst mit langer Brennweite und offener Blende zu drehen.</p>
<p>Das heißt: Die Kamera braucht Abstand zum Objekt, das Objekt wiederum zum Hintergrund. Weil diese Konstellation selten auftritt, sehen Videobilder eben oft hart, unaufgeräumt, selten schmeichelhaft und manchmal schlicht billig aus. Der typische Videolook eben.</p>
<p>35mm-Adapter für Videokameras gibt es inzwischen seit einigen Jahren von <a href="http://www.35mm-adapter.de/index.php?page=links&#038;title=Links%20zu%2035mm-Adaptern">verschiedenen Herstellern</a> in unterschiedlichen Preisklassen. Sie sind ständig weiterentwickelt worden und dürften inzwischen als ausgereift gelten.</p>
<p>Auch wenn der angenehme Look durch die geringe Schärfentiefe in den Bildern für vieles entschädigt, ist die Arbeit mit einem solchen Adapter weit vom klassischen Videojournalismus entfernt. Die Liste der Nachteile ist wirklich lang:</p>
<ul>
<li>Normalerweise wiegt meine HPX 171 mit den wichtigsten Zusätzen wie Mikrofon, Funkempfänger sowie Kopfleuchte etwa zweieinhalb Kilo und ist dabei wunderbar ausbalanciert. Das komplette 35mm-Kamera-Rig wiegt hingegen etwa acht Kilo, was vor allem am schweren Adapter samt Linse, den Rohren zum Stabilisieren sowie dem Monitor liegt. Insofern musste ich alles umbauen, um die Kamera schultern zu können. Aber Schulterkamera und Videojournalismus? Wohl eine ungewöhnliche (weil unflexible) Kombination.</li>
<li>Der Adapter schluckt Licht, wenn auch angeblich nur eine halbe Blende. Ihren Anteil dazu bei trägt die Linse, die so lichtempflindlich wie möglich sein sollte. Daher läuft&#8217;s zwangsläufig auf Festbrennweiten hinaus. Um einen anderen Bildausschnitt zu wählen, muss ich näher ran oder weiter weg. Oder die Linse wechseln. Gerade in Innenräumen ohne zusätzliches Licht wird&#8217;s schnell kritisch. Gedreht wird daher zwangsläufig mit möglichst offener Blende (f1.4), was dazu führt, dass die Schärfe oft im Zentimeter-Bereich liegt. Fokussieren nach Augenmaß, vor allem bei HD-Aufnahmen, wird zum Abenteuer.</li>
<li>Mein Letus Extreme ermöglicht allenfalls das Abblenden bis f5.6 &#8211; danach wird leider die Struktur der vibrierenden Mattscheibe sichtbar. Doch f5.6 sorgt beispielsweise bei einer 50mm-Festbrennweite immer noch für eine recht geringe Schärfentiefe. Das heißt: Mit Adapter habe ich keine Wahl mehr. Was aber, wenn ich für eine Einstellung mittendrin möglichst hohe Schärfentiefe brauche? Ich müsste den Adapter abschrauben. Und das geht nicht mal eben so. (Es gibt teurere Adapter wie etwa den Letus Ultimate, bei dem auch bei fast geschlossener Blende die Mattscheibenstruktur nicht zu sehen ist).</li>
<li>Dasselbe beim Shutter. Wähle ich eine zu kurze Verschlusszeit, wird die Mattscheibe sichtbar (nicht so beim Letus Ultimate).</li>
<li>Dann die Sache mit dem Ton. Der kleine Motor, der die Mattscheibe in Vibration versetzt, brummt konstant &#8211; entweder tiefer oder höher, je nachdem, ob ich ihn mit 1.2V-Akkus oder 1.5V-Batterien versorge. Dieses Brummen ist aber so laut, dass das direkt daneben angebrachte Mikrofon (wahlweise mit Nieren- oder Supernierencharakteristik) alles aufnimmt. Der Atmo-Ton leidet also deutlich. Zwar lässt sich dieses Brummen in der Postproduktion herausfiltern und so einiges retten. Ideal ist diese Lösung aber nicht.</li>
</ul>
<p>Mein zwischenzeitliches Fazit: Geringe Schärfentiefe hat ihren Preis, den ich durch die körperlich wesentlich anstrengendere und zudem deutlich komplexere Arbeit mit dem 35mm-Adapter teuer bezahlen muss. Oft arbeite ich daher nach wie vor mit der DVX 100 als Backup-Kamera, zumindest dann, wenn kein HD erforderlich ist. In schnellen und kaum berechenbaren Situationen hat der 35mm-Adapter nichts verloren.</p>
<p>Auf der anderen Seite stehen nun die DSLR-Kameras mit Videofunktion, allen voran die Canon EOS 7D. All die Nachteile, die der 35mm-Adapter mit sich bringt, hat sie nicht. Sie ist leicht, hat einen großen Sensor (ist dementsprechend lichtempfindlich) und kostet gerade mal so viel wie ein etwas besserer 35mm-Adapter samt Support-Rohren.</p>
<p>Eigentlich könnte sie die ideale Ergänzung sein, wenn man schon eine VJ-typische Kamera hat und nun zusätzlich eine Möglichkeit braucht, um in speziellen Situationen Bilder mit geringer Schärfentiefe aufzuzeichnen.</p>
<p>Doch auch bei den Video-DSLRs finde ich die Liste der Nachteile immer noch sehr abschreckend. Wer die Arbeit mit einer Prosumer-Videokamera gewohnt ist, wird vieles vermissen:</p>
<ul>
<li>Zunächst einmal ist da die unergonomische Form. So wie man eine Fotokamera hält, würde man nie eine Videokamera halten. Erstaunlich, wie schnell verschiedene Anbieter darauf reagiert und entsprechende <a href="http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php?t=181787">Kamera-Rigs</a> entwickelt haben, die eine ganze andere Haltung ermöglichen. Und erstaunlich, wie teuer diese Sachen zuweilen sind.</li>
<li>Dann gibt es keine Zebra-Funktion, um überbelichtete (100%-Zebra) oder korrekt belichtete Bildanteile (70%-Zebra bei Interview-Aufnahmen) zu messen.</li>
<li>ND-Filter fehlen komplett.</li>
<li>Kurze Aufnahmezeiten. Bei der 7D sind maximal 12 Minuten am Stück möglich. Zudem kann dauerhafte Videoaufnahme zu Hitzeproblemen führen.</li>
<li>Es gibt keinerlei Fokussierhilfen. Ein zusätzlicher Monitor oder eine Lupe für das interne Display zur Kontrolle der Schärfe ist empfehlenswert. Verschiedene User empfehlen in einigen Foren u.a. den <a href="http://www.lcdracks.com/monitors/v-lcd70p-hdmi.html">Marshall V-LCD70XP-HDMI</a>, u.a. weil er über eine Fokussierhilfe (Kantenhervorhebung) verfügt und farblich anzeigt, welche Bildanteile überbelichtet sind. Da ich diesen Monitor (in der HDA-Version, also mit Komponenten- statt HDMI-Anschluss) mit meiner HPX 171 selbst einsetze, kann ich ihn nur bedingt weiterempfehlen. In einigen Situationen fand ich den Focus Assist etwas ungenau.</li>
<li>Der CMOS-Sensor hat eine Größe, von der Videokamera-Besitzer nur träumen können. Er ermöglicht die gewünschte geringe Schärfentiefe und ist dementsprechend lichtempfindlich, aber eben nicht für Bewegtbildaufnahmen optimiert. Der sog. &#8220;Rolling Shutter&#8221;-Effekt (auch &#8220;Jello-Cam&#8221;) erschwert die frei aus der Hand geführte Kamera ungemein und bestraft selbst kleine Bewegungen mit zitternden Bildern. Beispiele? Das in <a href="http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php?t=194631">diesem Thread</a> verlinkte Video zeigt sehr deutlich, wie sich leichte Wackler der Hand auswirken. Und diese <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Qp_65IQ9U-Q">beiden</a> <a href="http://www.vimeo.com/7175303">Videos</a> zeigen, wie schnelle Schwenks dafür sorgen, dass dargestellte Objekte regelrecht verbiegen. Doch letzteres Problem lässt sich inzwischen mit einem <a href="http://www.thefoundry.co.uk/pkg_overview.aspx?ui=47C4AB50-4636-4326-87D1-FB380B2119EF">After Effects-Plugin</a> beheben.</li>
<li>Der Video-Codec der 7D (H.264) ist effizient, aber für professionelle Nachbearbeitung ungeeignet. Vor dem Schnitt muss das Material gewandelt werden, auf Macs zum Beispiel in ProRes. Erst dann lässt es sich ohne Verzögerung schneiden. Dazu eignet sich das kostenlose <a href="http://www.squared5.com/">MPEG Streamclip</a> (für PC und Mac). Canon wird Anfang März ein kostenloses Plugin bereitstellen, das sich nahtlos in das &#8220;Log and Transfer&#8221;-Tool von Final Cut integriert und das Transkodieren vereinfacht. Siehe dazu die <a href="http://www.usa.canon.com/dlc/controller?act=GetArticleAct&#038;articleID=3249">Pressemitteilung</a> von Canon sowie <a href="http://www.macvideo.tv/camera-technology/features/index.cfm?articleId=3212208">dieses Video</a>, wo der Workflow vorgestellt wird.</li>
</ul>
<p>Die größte Baustelle ist sicher der völlig unprofessionelle Audio-Teil der DSLRs. Wie bei den ersten digitalen Video-Camcordern, die VJs für ihre Arbeit einsetzten (Sony VX1000, Canon XM1), fehlen auch an der 7D vernünftige Anschlüsse sowie die Möglichkeit, selbst zu pegeln. Wer ein Mikrofon direkt anschließt, muss vor allem mit einem leben: Rauschen. Denn die Kamera versucht selbst, den optimalen Tonpegel zu finden (Automatic Gain Control = AGC). Und eine Kopfhörer-Buchse ist übrigens auch nicht vorhanden.</p>
<p>Viele User schwören daher auf separate Audio-Aufnahme (zum Beispiel mit dem <a href="http://www.audiotranskription.de/aufnahmegeraete/weitere-testberichte/zoom-h4n/zoom-h4n-handheld-recorder.html">Zoom H4N</a>) und synchronisieren später in der Postproduktion. Das ist natürlich recht aufwendig, doch auch hier gibt&#8217;s inzwischen ein Plugin für Final Cut-User (<a href="http://www.singularsoftware.com/pluraleyes.html">Plural Eyes</a>), mit dem der Prozess enorm vereinfacht wird.</p>
<p>Wer Bild und Ton direkt und in akzeptabler Qualität mit der Kamera aufnehmen will, muss sich entsprechende Zusatzhardware kaufen, die die automatische Aussteuerung der Kamera austrickst, z.B. den <a href="http://www.beachtek.com/dxa5da.html">Beachtek DXA-5Da</a> oder den <a href="http://www.juicedlink.com/index_files/CX_camcorder_XLR_microphone_adapter_audio_mixers.htm">juicedLink DN101</a> mit einem zusätzlichen Mixer des selben Herstellers. Erst dann können professionelle Mikrofone mit XLR-Anschlüssen sowie ein Kopfhörer angeschlossen, der Ton manuell gepegelt und der Pegel visuell kontrolliert werden. Etwas viel Aufwand für meinen Geschmack.</p>
<p>Wer die Tonaufnahme rund um die Canon EOS 7D / 5D Mark II in den Griff bekommen will, sollte sich zum Beispiel <a href="http://www.abelcine.com/articles/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=403:hdslr-audio-round-up&#038;catid=17&#038;Itemid=35url">diesen zusammenfassenden Artikel</a> durchlesen oder, besser noch, diese <a href="http://vimeo.com/5370880">ausführliche Testserie</a> (mit einem klaren <a href="http://vimeo.com/5903379">Sieger</a>) auf Vimeo anschauen. Dass man beim Testsieger geteilter Meinung sein kann, zeigt dann wiederum <a href="http://theeditman.com/blogg/2010/01/25/JuicedlinkDN101.aspx">dieser Beitrag</a>.</p>
<p>Wer sich überhaupt erstmal einen gut sortierten Gesamtüberblick über die Video-DSLR-Thematik verschaffen möchte, dem sei dieser <a href="http://www.slashcam.de/artikel/Grundlagen/Video-DSLRs-Pro---Contra---die-Uebersicht.html">Grundlagen-Artikel auf Slashcam</a> empfohlen.</p>
<p>Erwähnenswert ist ganz sicher noch ein Punkt: Für die Canon EOS 5D Mark II gibt es einen Firmware-Hack (<a href="http://magiclantern.wikia.com/wiki/Magic_Lantern_Firmware_Wiki">Magic Lantern</a>), der einige der Probleme löst (z.B. Zebras, abschaltbarer AGC, Audio-Pegel). Nur eine Frage der Zeit, bis diese inoffizielle Firmware auch für die 7D veröffentlicht wird.</p>
<p>Fazit für mich: Sicher wäre es eine interessante Alternative, speziell für ruhige Aufnahmen mit geringer Schärfentiefe eine günstige und kompakte Kamera wie die 7D immer dabei zu haben. Die HPX wäre dann die Hauptkamera, die 7D würde als Backup zum Beispiel beim Interview mitlaufen und einen wesentlich schöneren Look kreieren. In der Summe wäre das die wesentlich günstigere und vor allem flexibler einsetzbare Lösung als ein unhandlicher 35mm-Adapter.</p>
<p>Wenn es aber darum geht, mit nur einer Kamera zu drehen, dann möchte ich all die Vorteile der HPX 171 nicht missen: Ein vernünftiger Video-Codec, ein extrem eleganter Workflow dank P2, der professionelle Audio-Teil der Kamera, kein Rolling-Shutter und die logische Bedienbarkeit samt aller wichtigen Features einer Videokamera.</p>
<p>Wird höchste Zeit, dass <a href="http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php?t=180711">sowas wie das hier</a> auf den Markt kommt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Panasonic HPX171 mit Letus Extreme 35mm-Adapter</title>
		<link>http://www.r73.net/2009/11/12/panasonic-hpx171-mit-letus-extreme-35mm-adapter/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 23:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Mischel</dc:creator>
				<category><![CDATA[35mm-Adapter]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsweisen]]></category>
		<category><![CDATA[Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[HPX171]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Letus Extreme]]></category>

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		<description><![CDATA[Da es inzwischen DSLR-Kameras mit Videofunktion wie die Canon EOS 5D Mark II gibt, könnten 35mm-Adapter für Videokameras demnächst wohl ein wenig außer Mode kommen. Insofern bin ich mit der Anschaffung etwas spät dran. Aber nachdem ich lange damit geliebäugelt und mich immer wieder gefragt habe, ob es meine Arbeit wirklich nach vorne bringen könnte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da es inzwischen DSLR-Kameras mit Videofunktion wie die <a href="http://www.dphotojournal.com/canon-5d-mark-2-review-sample-photos-user-manual/">Canon EOS 5D Mark II</a> gibt, könnten 35mm-Adapter für Videokameras demnächst wohl ein wenig <a href="http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php?t=186200">außer Mode</a> kommen.</p>
<p><img class="alignleft" src="/wp-content/uploads/hpx171_letus.jpg" alt="Panasonic HPX171 mit Letus Extreme und Marshall V-LCD70P-HDA" /></p>
<p>Insofern bin ich mit der Anschaffung etwas spät dran. Aber nachdem ich lange damit geliebäugelt und <a href="/2008/06/05/35mm-adapter-versus-videojournalismus/">mich immer wieder gefragt habe</a>, ob es meine Arbeit wirklich nach vorne bringen könnte, habe ich mir im Februar einen<a href="http://www.microfilmmaker.com/reviews/Issue28/Letus35.html"> Letus Exteme 35mm-Adapter</a> gekauft. Zunächst einmal vorab: Seitdem habe ich meine <a href="/2008/12/08/warum-ich-mich-fuer-die-panasonic-hpx171-entschieden-habe/">HPX171</a> nicht mehr ohne genutzt.</p>
<p>Die Höhe der Folgeinvestitionen nach einem Adapterkauf ist allerdings nicht von schlechten Eltern: Neben dem reinen Adapter braucht man natürlich zunächst mal <a href="http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php?t=51963">gute Linsen</a>. Ich habe mir ausschließlich alte, gebrauchte Nikon-Festbrennweiten gekauft (Dank an <a href="http://www.westerholt-gysenberg.de/blog/">Florian</a> und <a href="http://bewegtbildarbeiter.blogspot.com/">Christian</a> für die Tipps): Eine <a href="http://www.kenrockwell.com/nikon/28f28ais.htm">28mm f2.8</a> (mehr oder minder weitwinklig), eine <a href="http://www.kenrockwell.com/nikon/50f14ai.htm">50mm Normalsicht f1.4</a> sowie eine <a href="http://www.kenrockwell.com/nikon/85f2ais.htm">85mm f2.0</a>.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/nikon_linsen.jpg" alt="28mm Nikon AI-S, 50mm Nikon AI, 85mm Nikon AI-S" /></p>
<p>Weil der Adapter mit Nikon-Linse sehr schwer ist und ohne weitere Stabilisierung das Objektiv der Kamera beschädigen würde, braucht man ein Support-Rod-System, also ein paar Rohre, Klemmen und Halterungen, mit denen man Kamera und Adapter ordentlich befestigt. Ich habe mich für Elemente von Zacuto entschieden, die zwar nicht gerade günstig, aber sehr gut verarbeitet und an allen Ecken und Enden erweiterbar sind.</p>
<p>Da die Kamera nun ein paar Kilo schwerer geworden ist, musste leider auch noch ein weiteres Stativ her, denn der gute, alte Sachtler DV 2 II-Kopf trägt das alles nicht mehr (genau genommen trägt er es schon, aber Schwenks sind einfach keine Freude mehr). Ich habe mich für den Sachtler FSB8-Kopf entschieden, das ganze auf DA 75 L-Beinen. Eine gute, stabile Konstruktion, die immer noch einigermaßen leicht ist.</p>
<p>Doch leider ist das immer noch nicht das Ende der Fahnenstange. Wer die HPX171 kennt, weiß, dass das LCD-Display nicht unbedingt für seine hohe Auflösung bekannt ist. Und gerade bei der Arbeit mit einem 35mm-Adapter sind einfach bestimmte Arbeitsweisen (wie beim Interview etwa die Schärfe auf der Augenpartie eines Interviewpartners zu ziehen) nicht mehr ohne weiteres möglich.</p>
<p>Um die Schärfe wesentlich besser kontrollieren zu können, habe ich nach einigen Überlegungen (Kosten vs. Nutzen) zu einem externen <a href="http://www.lcdracks.com/monitors/v-lcd70p-hda.html">Marshall-Videomonitor (Modell V-LCD70P-HDA)</a> gegriffen. Zwar bin ich auch hier nicht so richtig von der Abbildung auf dem Display begeistert, aber in Kombination mit dem HPX-Display und der darauf zugeschalteten Kantenscharfzeichnung liege ich eigentlich nie falsch, auch nicht bei HD-Aufnahmen.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/marshall_v-lcd70p-hda.jpg" alt="Marshall-Videomonitor V-LCD70P-HDA" /></p>
<p>Nach einem Dreivierteljahr der Arbeit mit diesem Setup ist es vielleicht noch etwas früh, ein abschließendes Fazit zu ziehen. Aber soviel für den Moment: Die Arbeit mit Adapter ist wesentlich komplizierter und läuft schon allein deshalb statischer, weil alles viel schwerer wiegt. Die Kamera mal eben aus der Hand zu führen ist Vergangenheit. Das meiste drehe ich daher vom Stativ.</p>
<p><img class="alignleft" src="/wp-content/uploads/hpx171_letus_dvrig_pro.jpg" alt="Panasonic HPX171 mit Letus Extreme und DVRig Pro" /></p>
<p>Um das zu ändern, versuche ich gerade, die HPX171 samt Letus Extreme mit dem <a href="/2006/07/09/dvrig-pro-erste-erfahrungen/">DVRig Pro</a> zu verheiraten. So ließe sich das ganze vermutlich etwas bequemer schultern. Da die HPX/Adapter-Konstruktion aber sehr frontlastig ist, kann ich die Kamera nicht mehr vernünftig ausbalancieren und auf dem Rig befestigen. Der Schwerpunkt der HPX samt Letus liegt ungefähr unter dem Adapter, so dass ich dort noch eine Halterung für die Kameraplatte installieren muss. Ich warte derzeit noch auf das Teil.</p>
<p>Auch Zoomen gibt&#8217;s nicht mehr, das heißt: Um die Einstellungsgröße zu ändern, muss ich näher ran &#8211; oder aber eine andere Linse mit entsprechender Brennweite montieren.</p>
<p>Also warum das alles, wenn&#8217;s die Arbeit nur komplizierter macht? Ganz einfach: Die Bilder entschädigen für alles.</p>
<p>Für mich lohnt sich der Einsatz des Adapters bisher vor allem bei Interviews für Magazinbeiträge sowie bei ruhigen Einstellungen, bei denen ich alle Zeit der Welt habe um das Bild einzurichten. Für schnellere Situationen drehe ich immer noch mit der guten, alten <a href="/2006/06/28/was-ich-an-der-dvx-100-schaetze/">DVX100</a> ganz ohne Adapter.</p>
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		<title>Bei Regen drehen</title>
		<link>http://www.r73.net/2009/02/11/bei-regen-drehen-kamera-wetterfest-machen/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 22:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Mischel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsweisen]]></category>
		<category><![CDATA[Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[HPX171]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Ton]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wetter war am Dienstag ja nicht besonders berauschend: Morgens noch einigermaßen trocken, ab Mittag dann Dauerregen, der später in Schneeregen überging. Zum Glück war die Vorhersage für das Sauerland ziemlich präzise, so dass ich meine Kamera bereits am Montagabend wetterfest für einen mehrstündigen Dreh in den Wäldern rund um Schmallenberg machen konnte. Von verschiedenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wetter war am Dienstag ja nicht besonders berauschend: Morgens noch einigermaßen trocken, ab Mittag dann Dauerregen, der später in Schneeregen überging.</p>
<p>Zum Glück war die Vorhersage für das Sauerland ziemlich präzise, so dass ich meine Kamera bereits am Montagabend wetterfest für einen mehrstündigen Dreh in den Wäldern rund um Schmallenberg machen konnte.</p>
<p>Von verschiedenen Herstellern wie Porta Brace gibt es zwar <a href="http://www.portabrace.com/category_50_30">Regenmäntel für allerlei Kameratypen</a>, aber ich arbeite ungern damit.</p>
<p>Meine <a href="http://www.petrolbags.com/products/Cam_Protection_I/PRC-DVX/PRC-DVX.htm">Regenhaube von Petrol</a> verdeckt die wichtigen Schalter und Knöpfe am vorderen Teil der Kamera, durch das Sichtfenster zum LCD-Display kann man kaum die Bildschärfe kontrollieren. Zudem fühlt sich alles fürchterlich steif und ungelenk an. Möglich ist damit allenfalls Run and Gun im Vollautomatikmodus.</p>
<p>Daher habe ich die Kamera lieber selbst regenfest gemacht. Gebraucht habe ich dafür nicht viel mehr als ein paar Gefrierbeutel bzw. Plastiktüten, etwas Frischhaltefolie, ein paar Streifen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klebeband#Gaffer_Tape">Gaffer-Tape</a> sowie etwa eine Stunde Zeit. Das Ergebnis sah dann so aus:</p>
<p><img class="alignright" src="/wp-content/uploads/hpx171_wetterfest1.jpg" alt="Panasonic HPX171 wetterfest gemacht" /></p>
<p>Den Gefrierbeutel habe ich so weit wie möglich über das Objektiv und den Kamerabody gezogen, anschließend ein Loch für die Linse hineingeschnitten und die Ränder an der Gegenlichtblende verklebt.</p>
<p>Gefrierbeutel haben zwei Vorteile: Einerseits sind sie durchsichtig, andererseits ziemlich reißfest. Ideal also, um damit sämtliche Bereiche mit Schaltern und Knöpfen abzudecken.</p>
<p>Wichtig war für mich vor allem der Zugriff auf folgende Funktionen: Weißabgleich, ND-Filter, Blendenring sowie Push-Auto. Zudem am hinteren Teil der Kamera die Belegung der Tonkanäle, das Zebra sowie die Regler für den Tonpegel.</p>
<p>Um die Tasten, Schalter und Ringe noch einigermaßen gut bedienen zu können, habe ich die Folie nicht sehr stark gepannt, sondern relativ viel Spiel gelassen.</p>
<p>Einen Kompromiss musste ich beim Fokussierring und beim Zoomring eingehen. Unter der Folie lassen sie sich kaum vernünftig bedienen, also musste ich mich auf die Push-Auto-Taste verlassen sowie die Zoom-Wippe einschalten.</p>
<p><img class="alignleft" src="/wp-content/uploads/hpx171_wetterfest2.jpg" alt="Zugriff auf sämtliche Schalter bleibt erhalten" /></p>
<p>Da ich das interne Mikrofon gar nicht gebraucht habe, konnte ich es getrost komplett abkleben. Den O-Ton des Hauptprotagonisten habe ich per Funkstrecke abgenommen und den Empfänger an der Kamera entsprechend wasserdicht verklebt.</p>
<p>Die Atmo habe ich über ein externes Mikrofon (Sennheiser ME44) aufgezeichnet. Das war auch die einzig undichte Stelle an der gesamten Konstruktion, denn im Laufe des Tages hat sich der Windschutz mit Wasser vollgesogen. Das Mikro hat es aber überlebt, der Windschutz trocknet derzeit auf der Heizung.</p>
<p>Die Löcher in den Folien für Mikrofon- und Kopfhörerkabel habe ich genauso mit Gaffer-Tape abgedichtet wie sämtliche Nahtstellen.</p>
<p><img class="alignright" src="/wp-content/uploads/hpx171_wetterfest3.jpg" alt="Das Display mit Frischhaltefolie überzogen" /></p>
<p>Über das LCD-Display habe ich ein wenig Frischhaltefolie gezogen. Hier sollte man möglichst genau arbeiten (genauer als ich, wie auf dem Bild unten zu sehen ist), denn je strammer und faltenfreier die Folie sitzt, desto besser kann man das Bild erkennen.</p>
<p>Aber Vorsicht: Die Frischhaltefolie ist bei Weitem nicht so reißfest wie die Gefrierbeutel. Ungestüme Behandlung kann schnell ein Leck reißen.</p>
<p>Der Drehtag war wegen des miesen Wetters alles in allem ziemlich anstrengend. Aber die Konstruktion hat die Kamera absolut trocken gehalten.</p>
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		<title>HPX171, Kälte, Fokussierring</title>
		<link>http://www.r73.net/2009/02/02/hpx171-kaelte-fokussierring/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 15:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Mischel</dc:creator>
				<category><![CDATA[HPX171]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage an alle HPX171-Nutzer: Habt ihr auch das Problem, dass sich der Fokussierring bei niedrigen Temperaturen wie heute extrem schwer drehen lässt? Fühlt sich bei mir fast so an, als würde er festfrieren. Bei den Drehs in letzter Zeit war das ziemlich nervig. Je kälter, desto fester. Als es Ende Dezember, Anfang Januar richtig knackig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage an alle HPX171-Nutzer: Habt ihr auch das Problem, dass sich der Fokussierring bei niedrigen Temperaturen wie heute extrem schwer drehen lässt? Fühlt sich bei mir fast so an, als würde er festfrieren.</p>
<p>Bei den Drehs in letzter Zeit war das ziemlich nervig. Je kälter, desto fester. Als es Ende Dezember, Anfang Januar richtig knackig kalt war, war der Ring eigentlich nicht zu gebrauchen. Aber selbst an Tagen wie heute (ca. fünf Grad Celsius) muss ich schon ziemlich Kraft aufwenden.</p>
<p>Auf <a href="http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php?t=152696">DVXuser.com</a> ist das Problem auch mal kurz angerissen worden, wurde aber leider nicht zuende diskutiert.</p>
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		<title>Die JVC HM100</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 17:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Mischel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer als anspruchsvoller Online-Videoproduzent gerade über den Kauf einer kompakten Kamera nachdenkt, sollte sich mal die kleine JVC HM100 ansehen, die es ab April gibt. Die JVC HM100 zeichnet &#8211; wie die Sony EX1 &#8211; verschiedene Auflösungen (1920 x 1080i/p, 1280 x 720p) in MPEG2 (Long GOP) mit Bitraten bis zu 35 Mbps auf, speichert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer als anspruchsvoller Online-Videoproduzent gerade über den Kauf einer kompakten Kamera nachdenkt, sollte sich mal die kleine <a href="http://provideocoalition.com/index.php/freshdv/story/jvc_camcorder_native_quicktime/">JVC HM100</a> ansehen, die es ab April gibt.</p>
<p>Die JVC HM100 zeichnet &#8211; wie die Sony EX1 &#8211; verschiedene Auflösungen (1920 x 1080i/p, 1280 x 720p) in MPEG2 (Long GOP) mit Bitraten bis zu 35 Mbps auf, speichert dabei aber nicht auf teure SxS-Karten, sondern auf sehr günstige SDHC-Karten &#8211; und das alles fix und fertig in einem Quicktime-Container.</p>
<p>Für Final Cut Pro-User heißt das: Die Clips können direkt von der Karte in den FCP-Browser gezogen werden, müssen also nicht erst noch in einen anderen Dateicontainer überführt werden. Schneller geht&#8217;s kaum.</p>
<p>Auch sonst lesen sich die <a href="http://pro.jvc.com/prof/attributes/tech_desc.jsp?model_id=MDL101845&#038;feature_id=02">technischen Details</a> der Kamera ganz gut: XLR-Anschlüsse mit Phantomspeisung, separat pegelbar, unkomprimierte Audioaufzeichnung, verschiedene Bildraten in den Progressiv-Modi. Lediglich die 3CCDs sind mit 1/4&#8243; etwas klein geraten, ein Lowlight-Wunder wird sie wohl nicht sein.</p>
<p>Der Preis ist derzeit mit 4000 USD angegeben, dürfte sich aber nach Markteinführung nach unten einpendeln. Damit ist die HM100 unter den Solid State-Kameras eine direkte Alternative zur <a href="http://digitalcontentproducer.com/cameras/revfeat/panasonic_aghmc_1108/">HMC151</a> von Panasonic &#8211; nur eben viel angenehmer in der Postproduktion.</p>
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