Alle Beiträge der Kategorie 'Streaming'

Zooming In on Online Video

15. Mai 2008 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Das umfangreiche Dossier der Newspaper Association of America, auf das Markus in seinem Blog verweist, ist wirklich eine feine Sache.

Sehr detailliert werden viele wichtige Fragen rund um das Thema Online-Video aus journalistischer Perspektive abgehandelt, zum Beispiel wann und wie Online-Video eingesetzt werden sollte, welche Technik dafür benötigt wird, wie es hinter den Kulissen bei verschiedenen US-Sites zugeht usw.

Lesestoff für die nächsten Tage…

Flash mit H.264

21. August 2007 | Bisher 1 Kommentar »

Der Adobe Flashplayer wird in seiner nächsten Version den H.264-Kompressionsstandard unterstützen. Endlich.

Denn viele Redaktionen und Video-Blogger setzen einen direkt in die Seite eingebetteten Flash-Player zum Abspielen ihrer Videos ein. Der Vorteil: Das Flash-Plugin ist laut Hersteller-Angaben sehr verbreitet, die technische Hürde zum Abspielen der Clips bei den Usern entsprechend niedrig.

Nachteil: Ein Flash-Video wird in einer speziellen FLV-Datei abgelegt. Auf Geräten wie dem iPod oder videofähigen Handys kann es nicht abgespielt werden, was viele Website-Betreiber dazu zwingt, ein und dieselbe Video-Datei in mehrere Download-Formate kodieren zu müssen. Lästige Arbeitsschritte, die in Zukunft entfallen.

Denn laut Tinic Uro, einem der Entwickler, wird der im Herbst erscheinende Flash-Player in der Lage sein, bereits vorhandene H.264-kodierte MPEG4-Dateien direkt abzuspielen. Das bisherige FLV-Container-Format könnte also überflüssig werden.

Wirklich gute Wiedergabe-Qualität lässt sich bei Flash-Videos bisher nur erreichen, wenn man es mit dem On2 VP6-Codec kodiert. Setzt man ihn nicht ein, sehen die Videos aus wie zum Beispiel auf YouTube: Vor allem bei schnellen Bewegungen stören immer wieder mosaikartige Kompressionsartefakte.

Was ich mich frage: Welche Rolle wird in Zukunft der On2 VP6-Codec noch spielen, wenn die Qualität von H.264 zu vergleichbaren Resultaten führt und den Workflow - wie geschildert - stark vereinfacht?

(Fundstelle: Mario Sixtus)

Kapitelweise durch Videos navigieren

20. Juni 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Web-Video ist zurzeit eine lineare Angelegenheit, entspricht also eigentlich gar nicht den Möglichkeiten des Web. Vor und zurück, Pause und Lautstärke regeln - mehr geht bei den meisten Playern nicht.

Wolfgang Blau hat mich auf einen besseren Ansatz hingewiesen: Die langen Flash-Videos auf der TED-Website sind in Kapitel unterteilt, die dem User angezeigt werden, sobald er mit der Maus über die Bildfläche fährt. Eine super Lösung vor allem für längere Videos.

Das ganze kann technisch natürlich nur einwandfrei funktionieren, wenn das Video über einen echten Streaming-Server ausgeliefert wird. Bei einem progressiven Download (so werden die meisten Flash-Videos zurzeit angeboten) könnten die Kapitel erst angesprungen werden, wenn die Datei bis zur entsprechenden Stelle schon heruntergeladen wurde. Bei 23 Minuten Länge - wie im Beispiel - kann das dauern.

Ein nettes Gimmick ist auch die Bewertungsfunktion. Während das Video läuft, können User aus einer vorgegebenen Liste wählen, wie sie das Video finden. Das Ergebnis wird anschließend als Tag-Wolke angezeigt.

Einen Schritt weiter ging bereits im letzten Jahr der Service click.tv. User konnten dort an beliebigen Stellen Kommentare in den Videos hinterlassen. click.tv ist inzwischen leider offline. War wohl seiner Zeit voraus.

Sorenson Squeeze 4.5, Quicktime Reference

7. März 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Im Sommer vergangenen Jahres hatte ich einen Eintrag über einen schwerwiegenden Bug in der Software Sorenson Squeeze 4.3 (Windows-Version) geschrieben, der im Zusammenhang mit der Kodierung von großen Quicktime Reference-Dateien auftrat.

An dieser Stelle der Vollständigkeit halber die Entwarnung: In der aktuellen Version 4.5 ist dieser Fehler behoben. Squeeze kommt nun auch mit sehr großen und recht komplexen Dateien klar (in diesem Fall ein 45-minuten langes Video, bestehend aus drei Video- und acht Audiospuren).

Auch das Kodiertempo hat im Vergleich zur Vorgängerversion enorm zugelegt: Für die 45 Minuten brauchte das Programm auf einem Windows-Laptop mit 1 GB Arbeitsspeicher und einem 1,6 MHz-Prozessor ca. fünfeinhalb Stunden für das Wandeln in ein WMV9-Video. Vorher lag die prognostizierte Kodierdauer bei etwa 18 Stunden.

“Alltag Überwachung” als Video-Serie bei tagesschau.de

22. Dezember 2006 | Bisher 1 Kommentar »

Alltag Überwachung - Zwischen Terror, Sicherheit und digitaler Kontrolle

Der 45-minütige Dokumentarfilm “Alltag Überwachung - Zwischen Terror, Sicherheit und digitaler Kontrolle”, den Fiete Stegers und ich gemeinsam produziert haben, wurde bei tagesschau.de als vierteilige Video-Serie veröffentlicht:

Der Film ist fast ausschließlich in VJ-Teamarbeit entstanden. Insgesamt haben wir drei Kameras eingesetzt: die Panasonic DVX 100 und Fietes Canon XM2. Ein paar ältere Aufnahmen stammen noch von meiner Canon XM1. Einen geringen Teil des Materials konnten wir aus dem AV-Archiv der Europäischen Kommission nutzen bzw. wurde uns vom Fraunhofer Institut Dortmund zur Verfügung gestellt.

Vielen Dank an das Netaudio-Label Thinner, insbesondere für den unkomplizierten Erwerb der Lizenzen für unsere Zwecke. Insgesamt haben wir drei Stücke des Künstlers Selffish genutzt.

Großen Dank auch an David Pilgrim, der den Kommentar zum Film gesprochen hat.

Und natürlich einen herzlichen Dank an Kontext für die finanzielle Unterstützung unserer Recherchen mit einem Stipendium.

Übrigens: Die Rechte für eine TV-Ausstrahlung können nach wie vor erworben werden.