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K-Lite Codec Pack für PC

14. Juli 2006 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Wer davon genervt ist, für jedes erdenkliche Video-Format den richtigen Player bereit halten zu müssen, kann sich zum Beispiel mit dem K-Lite Codec Pack helfen. Damit lassen sich so ziemlich alle denkbaren Formate mit einem einzigen Player abspielen - offline sowieso, aber auch online gestreamtes Material dank eines Plugins für die gängigsten Browser. Also keine Nerverei mehr mit Real, WMV, Quicktime etc.

Das Codec Pack ist Freeware und in mehreren Versionen erhältlich, die sich ganz nach den Bedürfnissen des Anwenders richten.

Videos anschauen ist online Glückssache

10. Juli 2006 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Fast überall dasselbe: Wer auf den großen Nachrichtenseiten Videos angucken will, macht das meist auf gut Glück. Denn was den User erwartet, wenn er eines der Videos anklickt, ist kaum absehbar.

Beispiel 1: heute.de
Auf der Startseite sind alle möglichen Videos in der rechten Spalte “Mediathek” mit einem Thumbnail und einer Schlagzeile versehen. Mehr nicht. In ganz wenigen Fällen mag das ausreichen, um wenigstens eine Ahnung zu bekommen, worum es sich in dem Videoclip drehen kann. Doch Thumbnails, die zum Beispiel zwei Häuser im Grünen zeigen mit der Erklärung “Besenrein für Bush” daneben, lassen die User im Dunkeln. Erst wenn man draufklickt, öffnet sich die Mediathek in einem separaten Fenster - mit ein wenig mehr Infos, die immer noch dürftig sind.

Verbesserungsvorschlag: Warum nicht eine kurze Anmoderation (so wie sie auch im TV lief) bzw. einen für das Web optimierten Teaser mit den wichtigsten Infos direkt neben das Thumbnail stellen? Die User würden es wahrscheinlich dankend annehmen, zumal in der rechten Spalte ohnehin vielmehr Platz vorhanden ist als bislang genutzt.

Beispiel 2: tagesschau.de
Obwohl Bewegtbilder doch eigentlich das Kerngeschäft “Deutschlands seriösester Nachrichtensendung” (ARD-Eigenwerbung) sind, werden auch hier die Videos bestenfalls an die Artikel drangetackert. Beides bildet keine Einheit, sondern lässt vermuten, dass ein Video eher nach Dienstvorschrift online gestellt wird - naja, immerhin in die thematische Nähe. Doch auch hier wären zwei, drei erklärende Zeilen hilfreich, wenn man das Video unbedingt am unteren Ende des Artikels unterbringen will.

Besser wäre es noch, das Video zum wesentlich bereichernden Bestandteil des Textes zu machen, indem man gezielt darauf hintextet. In diesem Artikel über die Stimmung in Italien nach dem WM-Titel-Gewinn hätte man das erst unten verlinkte Video zum Beispiel direkt in den Absatz mit der Überschrift “Wir sind alle sehr stolz” einbinden können. Denn an dieser Stelle des Artikels geht es um dasselbe wie in dem Clip. Und wenn man ihn aus technischen Gründen nicht direkt einbinden kann, dann wenigstens ein Thumbnail samt erklärender Unterzeile mit einem Link darauf.

Beispiel 3: Spiegel Online
Spiegel Online bindet seine Videos direkt in die Artikel ein, benutzt sie sogar teilweise wie Aufmacher-Fotos auf der Startseite. Doch oft bleiben auch hier die User im Dunkeln.

In einem Artikel über Zidanes rote Karte im WM-Finale ist mitten in den Text ein Video von Spiegel TV Online eingebettet - ohne weitere Erklärung, ohne jeden Hinweis, worum es geht. Wenn man es anklickt, wird man enttäuscht: Nichts was auch nur annähernd mit der Aktion Zidanes auf dem Fußballplatz zu tun hat. Stattdessen eine stimmungsvolle Umfrage, was für die deutschen Fans nach der WM übrig bleibt.

Hier wäre zumindest so etwas wie eine Video-Unterzeile (analog zur Bild-Unterzeile bei Fotos) sinnvoll, um für mehr Orientierung zu sorgen.

click.tv

22. Juni 2006 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

click.tv ist einer der innovativsten Ansätze in Sachen Web-Video, von denen ich in letzter Zeit gelesen habe.

Das Prinzip ist einfach: Statt ein linear streamendes Video zu veröffentlichen, bei dem man maximal vor- und zurückspulen kann, lassen sich über das Flash-Interface von click.tv an beliebigen Stellen Kommentare im Video von Usern hinterlegen. Diese dienen dann gleichzeitig als Sprungmarken und werden direkt unter dem Video angezeigt.

Was zurzeit noch nicht funktioniert, aber sicher demnächst möglich sein wird: Deep Links aus einem x-beliebigen Dokument im Internet heraus auf bestimmte Stellen im Video, also zum Beispiel auf den O-Ton eines Politikers.

Wann Video online funktioniert

21. Juni 2006 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Viele nachvollziehbare Tipps und Anregungen, die Steve Bryant in seinem Artikel What works in online video news? für das Online Journalism Review zusammengetragen hat.

Wie könnte ein Nachrichtenangebot wie beispielsweise heute.de aussehen, wenn nur ein paar der Anregungen dort konsequent umgesetzt würden?

Vermutlich wäre die rechte Spalte (”Mediathek”) viel länger als jetzt. Denn statt der wenigen Schlagworte, die das Video beschreiben, stünde dort für jedes Video ein aussagekräftiger Teaser, der den Nutzern verrät, was sie erwartet, wenn sie das Video aufrufen.

Wahrscheinlich würden auch die Artikel, die mit Videos “angereichert” werden, etwas anders aussehen. Denn bisher macht das Ganze den Eindruck von “Shovelware”, herübergeschaufelten Beiträgen aus dem Fernsehen, die 1:1 ins Netz gehoben wurden.

Warum wird auf Videos nicht gezielt hingetextet? Warum werden sie nicht zum bereichernden Bestandteil des Artikels gemacht, statt sie einfach nur in der linken Spalte dranzuflanschen?

Site editors and producers agree that context is the most important element in drawing consumers in. Since news sites cover a wide range of topics, and because watching video is a relatively large time investment, its important to help the user identify exactly what she will be watching.