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Zapp-Beitrag über BBC-Videojournalisten

4. Juni 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Bereits im vergangenen Jahr hatte das NDR-Medienmagazin ZAPP über den Einsatz von Videojournalisten bei der BBC berichtet. Schade fand ich schon damals, dass auf der ZAPP-Website nur der Text des Beitrags, nicht aber der Beitrag selbst zu finden war.

Durch Zufall habe ich das Video aber eben auf der Seite von Sabine Streich, die selbst als Videojournalistin arbeitet, gefunden.

Wer sich bereits ausführlich mit Videojournalismus auseinandergesetzt hat, wird nicht viel Neues erfahren. Aber als Einstieg in das Thema kann man sich das Video ruhig mal ansehen.

Der ZAPP-Beitrag ist übrigens auch von einer Videojournalistin gedreht worden.

Animierte Vektorobjekte mit Flash und Avid Xpress Pro

18. Mai 2007 | Bisher 14 Kommentare »

Für einen Fernsehbeitrag wollte ich ein kleines, animiertes Vektorobjekt (ein Symbol für Radiowellen) über einen Gegenstand im Video legen. Da sich der Gegenstand (eine Einkaufstüte) bewegt, sollten sich auch die Radiowellen ständig auf Höhe des Gegenstands mitbewegen. Bildaussage: Da funkt etwas geräuschlos in der Tüte.

Mit den Standard-Plugins meines Schnittprogramms (Avid Xpress Pro, Version 4.6) ist so etwas leider nicht möglich. After Effects besitze ich nicht und habe auch gar keine Erfahrungen damit, obwohl die Lösung damit wahrscheinlich sehr einfach gewesen wäre.

Als rettende Alternative kam mir ziemlich schnell Flash in den Sinn. Mit der Software lassen sich Vektorobjekte spielend einfach erstellen, animieren und bewegen.

Nur: Wie kriege ich die Videodaten in TV-Qualität aus dem Avid in Flash und den fertigen Effekt wieder zurück?

Nach ein paar Experimenten hat es geklappt. Dabei bin ich so vorgegangen:

Zunächst habe ich die etwa 10-sekündige Einstellung (eine Person geht mit einer Einkaufstüte durch eine Fußgängerzone) als Einzelbild-Sequenz exportiert. Die insgesamt 266 Bilder habe ich im BMP-Format gespeichert und dabei die “Field Order” (also die Anordnung der Halbbilder) auf “Lower Field First” gestellt. Das entspricht dem PAL-Standard.

Anschließend habe ich ein neues Projekt in Flash angelegt (25 Bilder pro Sekunde, 720 x 576 Pixel) und die einzelnen Bilder direkt auf Ebene 1 der Hauptbühne importiert (das dauert ein wenig, weil 266 BMP-Dateien schon recht groß sind).

Dann habe ich die Animation der Radiowellen als eigenes Objekt (in Flash wird das “Symbol” genannt) mit ein paar Zeichentools erstellt und dies auf Ebene 2 der Hauptbühne gelegt.

Da sich die Position der Einkaufstüte im Video ja ständig ändert, habe ich das Vektorobjekt alle paar Frames erneut zentral über der Tüte positioniert (und zum Schluss auch etwas skaliert, da die Person mit der Einkaufstüte weggeht und auch kleiner wird).

Nachdem ich mit dem Finetuning in Flash zufrieden war, habe ich den “Film exportiert” - und zwar erneut als BMP-Einzelbildsequenz (JPEG wäre übrigens wegen des Qualitätsverlusts nicht empfehlenswert).

Zurück im Avid muss die Sequenz jetzt natürlich wieder importiert werden. Dazu sollten vorher die Import-Einstellungen für Grafiken auf “Autodetect Sequential Files” gestellt werden und die “Field Order” diesmal auf “Non-Interlaced”. Avid übernimmt die Bilder dann “so wie sie sind”, und zwar immer noch mit der Halbbild-Folge, die beim Export gewählt wurde.

Anschließend werden die paar Sekunden Video einfach in die Timeline geschnitten und unterlegt mit der ursprünglichen Atmo. Fertig.

Washington Post, HD-Video-Podcast

12. April 2007 | Bisher 3 Kommentare »

Die Zeiten, in denen Videos im Internet Briefmarkengröße hatten, sind endgültig vorbei. Die Washington Post veröffentlicht von jetzt an ihre besten Dokumentationen als Podcast im HD-Format, sprich in einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln.

Tom Kennedy, managing editor of multimedia bei der Washington Post:

“The demand for high quality video via the web is surpassing that of the supply. Consumers are eager to adopt HD content to move away from the drab experience of watching it within a small box on their computer screens.”

(Quelle)

Die Videos sind MPEG4 (H.264)-kodiert. In einem Beispiel-Clip (5:48 Minuten, 209 MB), den ich mir gerade eben heruntergeladen habe, wurde der Videostream mit einer durchschnittlichen Datenrate von etwa 5000 Kbps kodiert, für den Audiostream (ausschließlich Sprache) reichten 64 Kbps, mono. Die Qualität ist beeindruckend.

Dallas Morning News, Videoreporter

11. April 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Im vergangenen Jahr hatte ich mal kurz erwähnt, wie einige Fotografen bei US-Zeitungen zu Videojournalisten werden. Eine dieser Zeitungen ist die Dallas Morning News.

Ein Video auf der Website Digital Journalist vermittelt ein paar Einblicke mit vielen O-Tönen zur Motivation eines dort tätigen VJs, zu seinen Arbeitsweisen, Stärken und Schwächen.

Ganz interessant finde ich, wie mit Video Stills umgegangen wird: Aus den 30 Bildern pro Sekunde (NTSC), die die VJs mit ihren HDV-Kameras aufzeichnen, werden ausgewählte Einzelbilder für die gedruckte Zeitung verwendet. Ob die Qualität ausreicht? Angeblich ja.

Ich habe meine Zweifel. Ein HDV-Video-Frame kann ein Foto in der Zeitung kaum ersetzen. Die Auflösung ist viel zu gering, die Kompressions-Artefakte fallen auf, hinzu kommt das Problem mit Interlace-Streifen bei Bewegungen (wenn nicht gerade progressiv gedreht wurde).

Lesenswert in diesem Zusammenhang: Are Video Frame Grabs Finally Fit To Print?

Download-Version von “Alltag Überwachung”

29. März 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Für alle, die mich vor einiger Zeit interessehalber angemailt hatten: Der Dokumentarfilm “Alltag Überwachung - Zwischen Terror, Sicherheit und digitaler Kontrolle”, den Fiete Stegers und ich gemeinsam als vierteiliges Video-Dossier bei tagesschau.de veröffentlicht haben, ist jetzt auch als Offline-Version in hoher Qualität zu haben.

Auf der Download-Seite bei tagesschau.de werden alle vier Teile sowie der komplette Film (der sich in wenigen Details vom Vierteiler unterscheidet) im iPod-kompatiblen MPEG4-Format (640×480 Pixel) angeboten.

Ach ja: Und vielen Dank an Selffish und das Thinner Netlabel für die unkomplizierte Lizenzierung der Musik!