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Download-Version von “Alltag Überwachung”

29. März 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Für alle, die mich vor einiger Zeit interessehalber angemailt hatten: Der Dokumentarfilm “Alltag Überwachung - Zwischen Terror, Sicherheit und digitaler Kontrolle”, den Fiete Stegers und ich gemeinsam als vierteiliges Video-Dossier bei tagesschau.de veröffentlicht haben, ist jetzt auch als Offline-Version in hoher Qualität zu haben.

Auf der Download-Seite bei tagesschau.de werden alle vier Teile sowie der komplette Film (der sich in wenigen Details vom Vierteiler unterscheidet) im iPod-kompatiblen MPEG4-Format (640×480 Pixel) angeboten.

Ach ja: Und vielen Dank an Selffish und das Thinner Netlabel für die unkomplizierte Lizenzierung der Musik!

Low Budget Videojournalism

10. Februar 2007 | Bisher 2 Kommentare »

Dieses Video zeigt, wie wenig Technik kosten muss, wenn man gutes Material ausschließlich fürs Web drehen will. Viel wichtiger als der Preis ist gestalterisches Know-How und das Gefühl, das man für seine Kamera und ihre einzelnen Komponenten entwickelt hat.

Die Autorin Cyndy Green beschreibt in zwei Blog-Einträgen, wie die Story entstanden ist und welche Technik sie dazu eingesetzt hat.

Ihre Aufnahmen hat sie mit einem gebraucht gekauften Canon Camcorder ZR60 gemacht, der schon ein paar Jahre alt ist und von Videojournalisten, die für das Fernsehen arbeiten, wohl kaum benutzt würde. Die ganze Technik (Stativ, Mikrofon) ist nur knapp über hundert Dollar wert. Dem Ergebnis sieht man das nicht an.

Für das Web gelten andere technische Maßstäbe als für das Fernsehen. Niemand würde im Web nach einer Empfehlung wie etwa der EBU R116-2005 (PDF, 115 kB) fragen, die dem DV-Format bestätigt, im Grunde nicht den hohen Kriterien an TV-Sendefähigkeit zu genügen.

Warum auch? Videos im Web haben (noch) eine viel geringere Auflösung, werden komprimiert ohne Ende. Selbst ein nur durchschnittlicher Codec reduziert das Ursprungsmaterial so dermaßen, dass Fehler, die während des Drehs passiert sind, kaum ins Gewicht fallen (Unschärfen, Ausleuchtung etc.).

Als ich damals mit der (legendären) Canon XM1 angefangen habe, erste Beiträge für das Fernsehen zu drehen und dafür so manches Mal belächelt wurde, reichte die subjektiv wahrgenommene Qualität vollkommen aus. Fürs Web ist diese Kamera, die 1999 auf den Markt kam, immer noch High-End.

“Alltag Überwachung” als Video-Serie bei tagesschau.de

22. Dezember 2006 | Bisher 1 Kommentar »

Alltag Überwachung - Zwischen Terror, Sicherheit und digitaler Kontrolle

Der 45-minütige Dokumentarfilm “Alltag Überwachung - Zwischen Terror, Sicherheit und digitaler Kontrolle”, den Fiete Stegers und ich gemeinsam produziert haben, wurde bei tagesschau.de als vierteilige Video-Serie veröffentlicht:

Der Film ist fast ausschließlich in VJ-Teamarbeit entstanden. Insgesamt haben wir drei Kameras eingesetzt: die Panasonic DVX 100 und Fietes Canon XM2. Ein paar ältere Aufnahmen stammen noch von meiner Canon XM1. Einen geringen Teil des Materials konnten wir aus dem AV-Archiv der Europäischen Kommission nutzen bzw. wurde uns vom Fraunhofer Institut Dortmund zur Verfügung gestellt.

Vielen Dank an das Netaudio-Label Thinner, insbesondere für den unkomplizierten Erwerb der Lizenzen für unsere Zwecke. Insgesamt haben wir drei Stücke des Künstlers Selffish genutzt.

Großen Dank auch an David Pilgrim, der den Kommentar zum Film gesprochen hat.

Und natürlich einen herzlichen Dank an Kontext für die finanzielle Unterstützung unserer Recherchen mit einem Stipendium.

Übrigens: Die Rechte für eine TV-Ausstrahlung können nach wie vor erworben werden.

Video-Formate bei Zeitungen

6. Dezember 2006 | Bisher 3 Kommentare »

Drüben bei onlinejournalismus.de habe ich einmal zusammengefasst, welche Wege lokale und überregionale Tageszeitungen sowie Wochenzeitschriften in Sachen Online-Video gehen.

Im Ergebnis sieht das, kurz zusammengefasst, etwa so aus:

  • Beim überwiegenden Teil aller Lokalzeitungen in Deutschland, die eine Website haben, spielt Online-Video überhaupt keine Rolle.
  • Gut zwei Dutzend Tageszeitungen, darunter auch überregionale Blätter wie die Welt oder die Frankfurter Rundschau, haben den Service des niederländischen Dienstleisters zoom.in abonniert.
  • Eine Hand voll lokaler Zeitungen produziert eigene Videos, die in ihrer Qualität unterschiedlicher nicht sein können. Bemerkenswert finde ich die Video-Berichterstattung bei den Ostfriesischen Nachrichten.
  • Bei den überregionalen Wochenblättern schaue ich mir sehr gern die Videos der Zeit an, die übrigens als einzige Redaktion auf das Format Quicktime setzt (dort scheint man jetzt aber umzusatteln, zumindest wurden die aktuelleren Videos im Flash-Format veröffentlicht).
  • Spiegel Online und Focus Online werden vermutlich in 2007 deutlich ausbauen. Bisher ist bei beiden die angekündigte Video-Offensive klar zu erkennen.

Wenn ich mir den Aktionismus so ansehe, schaut die Welt aus der Perspektive freiberuflicher Videojournalisten eigentlich ganz entspannt aus: An allen Ecken und Enden entstehen neue Bewegtbild-Formate im Netz.

Bin mal gespannt, wann die Lokalzeitung, mit der ich aufgewachsen bin, ihre ersten Videos veröffentlicht.

45 Minuten Video - zu lang?

26. November 2006 | Bisher 5 Kommentare »

Während wir uns zur Jahrtausendwende noch Gedanken machten, wie man Texte optimal für das Web aufbereitet, zerbricht man sich heute den Kopf über Gestaltung und Längen von Videos fürs Web.

Wenn ich in diesem Zusammenhang lese, dass die Mehrzahl der User nach etwa 15 Prozent der Gesamtspielzeit eines etwa sieben Minuten kurzen Videos schon abbricht, frage ich mich, wie erfolgversprechend die Idee ist, unseren Film Alltag Überwachung online am gesamten Stück zu veröffentlichen.

Ich bin für jeden konstruktiven Vorschlag dankbar, wie man ein Video von etwa 45 Minuten Länge so im Web veröffentlichen kann, dass es sich auch jemand anschaut.