Avid Xpress Pro, Final Cut Pro, Umstieg

21. Januar 2008 | Bisher 3 Kommentare »

Grundsätzlich hat der Umstieg von Avid Xpress Pro auf dem PC zu Final Cut Pro auf dem Mac nicht weh getan - im Gegenteil: alles ging einfacher, als ich mir das zunächst vorgestellt hatte. Zumindest habe ich diesen Eindruck nach dem ersten abgeschlossenen Projekt.

Und einiges läuft wesentlich flüssiger, wenn am Anfang auch ungewohnt - wie beispielsweise die Arbeit mit der Timeline. Die Clips lassen sich auf angenehme Art und Weise hin- und herschieben, neu arrangieren, mal eben zwischenparken usw. Im Avid läuft das (gefühlt) etwas hakeliger: Erstmal in den Segment-Modus schalten, die Clips markieren und dann verschieben - Details, die Zeit kosten.

Dann der Viewer, der in FCP quasi eine Doppelfunktion hat. Darin lassen sich nicht nur wie im Avid die Clips aus dem Browser laden, sondern auch die Clips in der Timeline - um sie dann im Detail zu bearbeiten, indem man zum Beispiel keyframe-gesteuerte Effekte hinzufügt und direkt im Viewer bearbeitet. Und: Im Viewer werden Soundclips als Waveform dargestellt. Im Avid sieht man hingegen nichts.

Seit 2003 habe ich mit Avid Xpress Pro gearbeitet und auf dem PC wäre die Pro- oder eine der Liquid-Versionen immer noch erste Wahl für mich. Doch auf dem Mac ist Final Cut Studio 2 mit seinen insgesamt sechs aufeinander abgestimmten Applikationen immer noch deutlich günstiger als Avid Xpress Pro.

Lesenswert gerade für Umsteiger ist das Editblog von Scott Simmons, einem Cutter, der sowohl mit FCP als auch mit Avid schneidet und Vor- und Nachteile beider Systeme völlig sachlich betrachtet. Außerdem sind Ken Stone’s Final Cut Pro sowie das Forum Avid2FCP einen Blick wert. Wer sich erst einmal ganz generell einen Überblick über die Vielfalt der Schnittprogramme verschaffen möchte, dem sei die vierteilige Serie von Andy Dickinson ans Herz gelegt (1, 2, 3, 4).

BBC-Training: Jede Menge DV-Tutorials

7. Januar 2008 | Bisher 1 Kommentar »

Im vergangenen Jahr hatte ich hier mal auf den Good Shooting Guide der BBC hingewiesen, einem erstklassigen Online-Tutorial, das VJ-Einsteigern notwendiges Basiswissen rund um die Dreh-Praxis anschaulich vermittelt.

Es gibt viele weitere dieser Tutorials bei der BBC. Alle kostenlos, alle gut gemacht - ideal für Autodidakten. Im Einzelnen:

Viel Spaß beim Erkunden, Ausprobieren und Lernen!

3sat-Ausschreibung: “Gedreht werden soll auf Video”

7. Januar 2008 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Unter dem Motto “Mein Leben in Sicherheit” will die 3sat-Filmredaktion in Kooperation mit DOK Leipzig eine Reihe von Dokumentarfilmen produzieren und sucht noch gute Vorschläge. Mögliche Themen sind etwa der Einfluss der Überwachung des öffentlichen Raums auf unser Leben, gläserne Bürger und Kunden usw.

In der Ausschreibung wird speziell erwähnt, dass auf Video produziert werden soll und Nachwuchsfilmer willkommen sind - gute Chancen vermutlich für VJs. Wer ein Konzept in der Schublade oder zumindest eine Idee im Kopf hat, sollte nicht lange fackeln, denn Einsendeschluss ist bereits der 15. Januar.

(Fundstelle: netzpolitik.org)

Akkus, Kamera, Kälte

10. Dezember 2007 | Bisher 6 Kommentare »

Kann ja sein, dass es in den nächsten Monaten doch nochmal so richtig kalt wird. Niedrige Temperaturen sind immer wieder eine Herausforderung, nicht nur weil die Finger mit dem kalten Metall des Stativs oder der Kamera eins werden, sondern vor allem weil voll aufgeladene Akkus oft schon nach einer halben Stunde ihren Geist aufgeben können.

Bevor ich also losziehe, verstaue ich die Akkus in der Innentasche meiner Jacke. Dort ist es warm, die Akkus entladen sich nicht. Erst kurz vor Beginn der Dreharbeiten stecke ich den Akku an die Kamera. Ist es nicht allzu kalt, bleibt er dank der Betriebstemperatur einigermaßen warm. Bei Drehpausen nehme ich ihn wieder ab - so lässt sich die Drehzeit erheblich verlängern.

Ideal wäre es ja, wenn der Akku permanent in der Jacke liegen und mit einem Adapter samt Kabel an die Kamera angeschlossen werden könnte. Kennt jemand so eine Lösung, speziell auch für die DVX100? Oder hat sich jemand vielleicht sogar selbst etwas zusammengelötet? Hinweise wie immer gerne in den Kommentaren.

Andere Sache noch: Kameras vertragen selten den krassen Temperaturwechsel von einer warmen Wohnung hinaus in die Kälte oder umgekehrt. Wenn ich meinen Drehtag draußen verbringe, transportiere ich die Kamera in ihrer Tasche im (recht kühlen) Kofferraum des Autos. Spätestens nach einer halben Stunde ist sie absolut einsatzbereit.

Concentra Award 2007

9. Dezember 2007 | Kommentieren Sie diesen Artikel »

Vielleicht mag es für den ein oder anderen Leser dieses Blogs von Interesse sein: Noch bis zum 7. Januar 2008 können Videojournalisten ihre maximal zehn Minuten langen Beiträge beim Concentra Award einreichen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Einige Dinge sind in diesem Jahr erfreulicherweise anders als 2005 und 2006: Einreichungen von ausschließlich online veröffentlichten Videos (also z.B. Zeitungs-Websites oder Blogs) sind willkommen, auch von Teilnehmern außerhalb Europas. Zusätzlich gibt es einen Breaking News Award: Das maximal fünf Minuten lange Video muss komplett an einem Tag entstanden und veröffentlicht worden sein.

Die Regeln sind klar formuliert: So ist VJ-Teamwork nicht erlaubt. Die komplette Produktion (also Recherche, Dreh und Postproduktion) muss aus einer Hand stammen. Lediglich der Sprecher darf jemand anders sein. Sind die Videos nicht in englischer Sprache, müssen sie untertitelt werden.

Beobachtungen am Rande: Viele Nominierte der vergangenen Jahre arbeiten für die BBC. Unter ihnen ist die inzwischen betagte Sony PD 150 weit verbreitet. Geschnitten wurde ausschließlich mit Avid oder Final Cut Pro.

Wird Zeit, dass ein bisschen Abwechslung in den Preis kommt und vielleicht der ein oder andere Online-VJ nominiert wird.