Externes Videomonitoring mit FCPX 10.0.4 und Blackmagic Desktop Video 9.2.1 weiterhin ohne Halbbilder in SD

12. April 2012 | Schlagworte: - -

Vor ein paar Wochen hatte ich hier ein paar Zeilen dazu geschrieben, wie brauchbar die Breakout-Box Intensity Extreme von Blackmagic unter FCPX zurzeit ist. Da war noch deutlich Luft nach oben.

Leider machen die beiden Updates von FCPX auf Version 10.0.4 und des Blackmagic Design Desktop Video-Treibers auf Version 9.2.1 immer noch kein reibungsloses externes Videomonitoring möglich – zumindest nicht in Bezug auf Halbbilder in SD. Das ist vor allem ärgerlich für User, die auch Broadcast-Kunden beliefern oder gelegentlich mal DVDs produzieren, die auf alten Röhrenfernsehern korrekt laufen sollen.

In den Systemeinstellungen gibt’s jetzt zwar ein wenig mehr Auswahl, und weil in der Liste „PAL“ und „PAL progressive“ auftauchen, könnte man ja meinen, dass das eine „interlaced“ ist und das andere eben nicht.

Systemeinstellungen der Blackmagic Design Desktop Video 9.2.1 Treibersoftware

FCPX verlässt sich ziemlich genau auf die getroffene Voreinstellung, denn in der Software lässt sich dann unter „A/V-Ausgabe“ nichts weiter auswählen als „Blackmagic 720×576 @25“. Kein Hinweis darauf, ob das dann „p“ oder „i“ ist.

Um es herauszufinden, habe ich wie beim letzten Mal DV- und DVCPRO50-Material mit Halbbildern in die Software importiert, darüber hinaus auch noch einen HD-Clip in 720p50, den ich vor einiger Zeit mit meiner DSLR gedreht hatte.

Beim Abspielen auf meinem via Komponentenkabel angeschlossenen Röhrenmonitor ist das mit der vorigen Treiberversion auftauchende Stottern zwar verschwunden, aber nach wie vor werden keine Halbbilder angezeigt. Vor der Ausgabe wird das Material offenbar in progressive Bilder umgerechnet. Die Folge: Schnellere Bewegungen (Schwenks, bewegte Objekte im Bild) ruckeln leicht.

Unter Final Cut Pro 7 lässt sich hingegen die gesamte Palette aller denkbaren Output-Formate direkt in der Software einstellen. Halbbilder werden ohne Probleme dargestellt, das heißt man sieht sofort, wenn die Abfolge einmal versehentlich falsch herum ist (also bspw. zugeliefertes Material mit „top field first“ kodiert wurde, obwohl „bottom field first“ richtig gewesen wäre).

Videowiedergabe mit Blackmagic Desktop 9.2.1 in Final Cut Pro 7

Also immer noch: FCPX + externes Videomonitoring = weiter warten und hoffen.

Blackmagic Design Intensity Extreme und Final Cut Pro X

21. März 2012 | Schlagworte: - -

Ich arbeite inzwischen recht gern mit Final Cut Pro X. Alles läuft wunderbar schnell und intuitiv, der Skimmer und die magnetische Timeline sind wirklich tolle Erfindungen. Ich habe noch nie so zügig Material gesichtet und auf die Schnelle mal einen Rohschnitt angefertigt.

Schmerzlich vermisst habe ich während der vergangenen Monate (neben Kleinigkeiten) eigentlich nur die Sache mit dem Broadcast-Monitoring, das es in der Version 10.0.3 zwar schon gibt, aber laut Apple noch eine Weile im Beta-Stadium sein wird. Im Laufe der Zeit soll dieses Feature mit Hilfe von Hardware-Anbietern verbessert werden.

Einer dieser Hardware-Anbieter ist Blackmagic Design. Seit ein paar Wochen liegt bei mir eine kleine Breakout-Box dieses Herstellers mit dem Namen Intensity Extreme herum, die ich bereits im Oktober 2011 bestellt hatte und auf die ich dann lange geduldig warten musste.

Blackmagic Design Intensity Extreme

Im Augenblick ist mit der Intensity Extreme unter FCPX allerdings noch nicht viel anzufangen. Mit der Treiber-Version 9.2 kann man zwar schon einiges in der Systemsteuerung unter OSX einstellen, als Video-Output zum Beispiel PAL oder NTSC, PAL progressive, NTSC progressive, außerdem verschiedene HD-Auflösungen bei allen üblichen Bildraten (23.98, 24, 25, 29.97, 50, 59.94, 60).

Systemeinstellungen des Blackmagic Video Desktop Version 9.2

In den FCPX-Wiedergabe-Einstellungen gibt’s unter AV-Ausgabe nur eine einzige Auswahlmöglichkeit, nämlich die zuvor gewählte Voreinstellung, in meinem Fall also PAL SD, sprich 720 x 576 mit 25 Bildern.

AV-Ausgabe in FCPX

Komisch ist nur, dass jegliches Material auf meinem Video-Röhrenmonitor so aussieht, als würde es progressiv abgespielt, das heißt Bewegungen sehen etwas „stotternd“ aus. Ob es wirklich progressiv oder tatsächlich nur ein bisschen weichgezeichnet ist, kann ich nicht so recht beurteilen. Manchmal ruckelt’s auch merkwürdig. Ton wird leider auch nicht auf den Monitor übertragen, zumindest nicht bei den hier gewählten Einstellungen (Anschluss der Box per Component Video, Audio via Cinch; wie gut die HD-Wiedergabe inkl. Ton via HDMI läuft, habe ich nicht probiert).

Zum Halbbildfolgen kontrollieren eignet sich das ganze jedenfalls noch nicht. Ich hab’s getestet mit DVCPRO50-Material, das ich definitiv in 50i gedreht hatte. Trotzdem sah es nicht flüssig aus, zumindest nicht so wie unter Final Cut Pro 7, wo die Box eine gute Figur macht. Dort kann man dann auch, wie gewohnt, direkt aus dem Videowiedergabe-Menue alle möglichen Modi auswählen.

Also: FCPX + externes Videomonitoring = weiter warten und hoffen.

Update (12.04.2012): Auch mit FCPX 10.0.4 und Blackmagic Desktop Video 9.2.1 läuft’s noch nicht richtig rund.