reelkirchen.tv und die Flip

13. Oktober 2008 | Schlagworte: - - - - -

Großer Videojournalismus sieht sicher anders aus als das, was mein Hobby-Fußballclub zurzeit auf seiner Website reelkirchen.tv veranstaltet. Aber ich mag es – auch wenn ich befangen bin, weil ich daran mitwirke. Auf mich wirkt das ganze authentisch und ehrlich.

Auf reelkirchen.tv versuchen wir eine komplette Saison mit Hilfe von kurzen Videos zu dokumentieren. Dabei setzen wir die Flip ein.

Die Flip ist eine Point-and-Shoot-Videokamera, die zurzeit gerade mal 110,- Euro kostet und vor allem durch ihre simple Bedienbarkeit besticht. Viel mehr als einen Start- und Stopschalter für die Aufnahme gibt es nicht, den ganzen Rest (Weißabgleich, Tonpegel) regelt die Kamera selbst.

Gerade diese einfache Bedienbarkeit kommt uns natürlich entgegen, weil jeder Spieler einmal die Kamera in die Hand nimmt und filmt. Große Erklärungen vorher kann man sich also sparen.

Welche technischen Erfahrungen wir bisher mit der Flip (in unserem Fall das Modell „Ultra“) gesammelt haben, habe ich vor kurzem auf onlinejournalismus.de zusammengefasst. Dort gehe ich auch der Frage nach, ob die Flip für redaktionelle Einsätze zu gebrauchen ist.

Wer einmal sehen will, wie die Flip bei etwas aufwändigeren Produktionen abschneidet, sollte sich diesen Clip anschauen. Darin geht es um einen Vergleich zwischen einer Canon XH-A1 und der Flip.

Klar, die beiden Kameras kann man nicht vergleichen. Aber wenn das Endergebnis lediglich ein kleines, sauber komprimiertes Webvideo ist, vielleicht schon.

Current TV Survival Guide

30. Juli 2006 | Schlagworte: - - - - - - - - - -

Current TV, der von Al Gore vor etwa einem Jahr ins Leben gerufene TV-Sender, gestaltet sein Programm nach eigenen Angaben zu etwa einem Drittel mit Beiträgen von Usern.

Denen gibt der Sender handfeste Tipps im Survival Guide mit auf den Weg: Dort wird in mehreren Episoden anschaulich erklärt, worauf es bei der Produktion von TV-tauglichen Videos ankommt.

  • So geht es im „Storytelling Guide“ um Ansätze, wie man einen Beitrag aufbauen kann, welche Stories funktionieren usw. Die Beispiele sind sehenswert.
  • Der „Gear Guide“ zeigt, welche Dinge neben einer Kamera benötigt werden, um Material für das TV und das Web zu drehen.
  • Im „Shooting Guide“ wird erklärt, wie man die ganzen Tools einsetzen sollte, um beispielsweise einen sauberen Sound aufzunehmen bzw. die Protagonisten vernünftig auszuleuchten.
  • Der „Editing Guide“ verschafft einen kurzen Überblick über Schnittsoftware und wie sie funktioniert, bevor es im letzten Teil, dem „Compression Guide“, ausschließlich um die richtigen Parameter für die Komprimierung der Videos geht.

Der Survival Guide gibt den superschnellen Überblick über alles, was mit Video-Produktion für das Web bzw. das TV zu tun hat. Details sind dabei natürlich nicht zu erwarten.

WKRN-TV, Videoblogger

7. Juli 2006 | Schlagworte:

WKRN-TV ist ein lokaler Fernsehsender in Nashville, Tennesse, der das Programm maßgeblich mit seinen Videojournalisten gestaltet. Das Motto des Senders, das als kurzer Clip vor jedem Video auf der Website eingespielt wird, lautet: „videojournalism: more people – more places.“

Der Sender will seine Berichterstattung in Zukunft auch mit Beiträgen von Videobloggern bereichern und diese dafür auch bezahlen, berichtet Jeff Jarvis in seinem Blog. Wie hoch diese Bezahlung sein wird, ist noch nicht bekannt.

Der Vorstoß von WKRN-TV geht eindeutig in die richtige Richtung, denn der Einfluss der Blogger auf die Programmgestaltung war nach den Worten von WKRN-Chef Terry Sechrist in der Vergangenheit ohnehin sehr groß. Viele Themen der Blogger seien von WKRN-TV-Reportern aufgegriffen worden. Da liegt es nahe, gleich mit ihnen zu kooperieren und auf ihr Material zurückzugreifen:

[…] blogs are now a regular source of news for us. We are beginning to see bloggers starting to experiment with video. They have stories to tell and with the easily affordable technology available today they have a means to tell those stories.

Die BBC hatte sich bereits vor zwei Jahren für ihre Community geöffnet und regionale Projekte wie Capture Wales oder Videonation gestartet. Dabei verpacken Zuschauer bzw. User ihre Storys in Video-Clips, die mit fachlicher Unterstützung von BBC-Spezialisten produziert werden.

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