Musiknutzung online, GEMA

Als Fiete und ich unseren Trailer zum Dokumentarfilm „Alltag Überwachung“ online veröffentlichen wollten, hatten wir ursprünglich vor, ihn auf Musik des Berliner Künstlers Apparat zu schneiden. Daraus wurde allerdings nichts.

Denn wer so etwas in Deutschland machen und sich dabei rechtlich auf sicherem Boden bewegen will, muss schon eine Menge Geld übrig haben. Die GEMA verlangt laut ihres Tarifs VR-W 1 für die Einbindung eines Musikwerkes 25,00 Euro zzgl. 7 Prozent Mehrwertsteuer. Monatlich. Und dabei ist es egal, ob die Site gewerblich oder privat betrieben wird.

Etwas übertrieben, finde ich.

Der Preis gilt für Angebote, deren Seiten mit Musiknutzung bis zu 25.000 mal pro Monat abgerufen werden. Überprüfen kann die GEMA die tatsächliche Anzahl der Abrufe vermutlich nicht, da sie – meines Wissens – kein Zählsystem wie etwa die IVW anbietet.

Wir haben den Trailer schließlich umgeschnitten und Musik des Netaudio-Künstlers Blamstrain, der teilweise beim Netlabel Kahvi Collective unter Creative Commons-Lizenzbedingungen veröffentlicht, nutzen dürfen. Mit zwei, drei freundlichen Emails war die Sache geregelt. Kostenlos.

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