Akkus, Kamera, Kälte

Kann ja sein, dass es in den nächsten Monaten doch nochmal so richtig kalt wird. Niedrige Temperaturen sind immer wieder eine Herausforderung, nicht nur weil die Finger mit dem kalten Metall des Stativs oder der Kamera eins werden, sondern vor allem weil voll aufgeladene Akkus oft schon nach einer halben Stunde ihren Geist aufgeben können.

Bevor ich also losziehe, verstaue ich die Akkus in der Innentasche meiner Jacke. Dort ist es warm, die Akkus entladen sich nicht. Erst kurz vor Beginn der Dreharbeiten stecke ich den Akku an die Kamera. Ist es nicht allzu kalt, bleibt er dank der Betriebstemperatur einigermaßen warm. Bei Drehpausen nehme ich ihn wieder ab – so lässt sich die Drehzeit erheblich verlängern.

Ideal wäre es ja, wenn der Akku permanent in der Jacke liegen und mit einem Adapter samt Kabel an die Kamera angeschlossen werden könnte. Kennt jemand so eine Lösung, speziell auch für die DVX100? Oder hat sich jemand vielleicht sogar selbst etwas zusammengelötet? Hinweise wie immer gerne in den Kommentaren.

Andere Sache noch: Kameras vertragen selten den krassen Temperaturwechsel von einer warmen Wohnung hinaus in die Kälte oder umgekehrt. Wenn ich meinen Drehtag draußen verbringe, transportiere ich die Kamera in ihrer Tasche im (recht kühlen) Kofferraum des Autos. Spätestens nach einer halben Stunde ist sie absolut einsatzbereit.

6 Kommentare

  1. Hattet ihr schon Probleme bei solchen Einsätzen? Zum Glück hatte ich noch nie Probleme was Temperaturunterschiede angeht. Das Material war immer okay, und auch die Akkus haben gehalten.
    Welche Probleme zeigen sich (ausser Akkus) bei dir / euch?

  2. Mit den Akkus hatte ich noch nie Probleme. Im Januar haben wir für mopeten.tv auf dem Elefantentreffen gedreht und dort auch mit der Kamera gezeltet. Und das bei minus 10-15 Grad. Die Akkus hielten normal durch. Kamera war damals eine Sony HVRZ1. Mit der AGDVX100 und Zubehör Akkus von Swit hatte ich bei Temparaturen um den Gefrierpunkt aber auch noch nie Probleme. Deswegen halte ich so eine Lösung mit Akkus in der Jacke für unnötig. Was es gibt, sind von Panther oder Sachtler Akkugürtel, die du dir umschnallen kannst und die 12V Spannung liefern, eigentlich gedacht zum Betrieb von Kopflicht, kannst du aber auch gut mit Adapter zur Spannungsversorgung von miniDV Kameras nutzen. Die Dinger sind aber relativ schwer und auch teuer. Wenn du wirklich Probleme haben solltest, einfach 1-2 Akkus mehr kaufen und voll geladen mitnehmen.

  3. Mit dem Panasonic-Original-CGA D54S-Akku hatte ich die Probleme bisher auch noch nicht, zumindest nicht im deutlich spürbaren Bereich. Günstigere Akku-Nachbauten waren nach meinen Erfahrungen allerdings etwas schneller leer.

    Ganz anders war es bei Akkus der Canon-BP-Serie (damit laufen zum Beispiel Kameras wie die XM1/XM2 oder XL1/XL2): Da konnte man fast zusehen, wie der Ladebalken zurück ging. Nach einer halben Stunde war Schluss. Und das Problem mit dem Wechsel zwischen warmen Räumen und der Kälte draußen war extrem, teilweise waren sogar die Aufnahmen hin.

  4. Bastian: Mir ist mal eine Canon EX2 regelrecht „beschlagen“. Lange Fahrt im kalten Kofferaum, dann Dreh in einer Discothek mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Kamera war patschnass, inkl. Laufwerk und Elektronik. Ich habe sie dann behutsam geföhnt, nach gut 1 Stunde Akklimatisierung war sie einsetzbar.

    Roman: Externe Battery Packs gibt es z.B. von Anton Bauer oder Digipower Solutions: http://www.antonbauer.com/elipz.htm bzw.
    http://www.digipowersolutions......cts_id/405

    Kann man sich wahrscheinlich auch aus einer Ladehalterung, etwas Klettband, Kabel und einem Hohlstecker auch selber basteln.

  5. Mit den Akkus hatte ich bisher selten Probleme in der Kälte. Ich hatte Probleme mit der Aufzeichnung, den Bändern oder Magnetkopf.
    Ich vermute, dass es die Kassetten waren, welche die Kälte nicht mochten. Im Sucher sah ich nur noch Streifen, welche ein Standbild zeigten, und Streifen wo ich normal sah. Die Aufnahme war aber pfutsch.
    Das war bei etwa -25C° und sehr wenig Feuchtigkeit.
    Trotz Magnetkopfreinigung und Kassettenwechsel passierte wenig später das gleiche.
    Am Tag danach, wo es wärmer war funktionierte es wieder wunderbar.

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