Blackmagic Design Intensity Extreme und Final Cut Pro X

Ich arbeite inzwischen recht gern mit Final Cut Pro X. Alles läuft wunderbar schnell und intuitiv, der Skimmer und die magnetische Timeline sind wirklich tolle Erfindungen. Ich habe noch nie so zügig Material gesichtet und auf die Schnelle mal einen Rohschnitt angefertigt.

Schmerzlich vermisst habe ich während der vergangenen Monate (neben Kleinigkeiten) eigentlich nur die Sache mit dem Broadcast-Monitoring, das es in der Version 10.0.3 zwar schon gibt, aber laut Apple noch eine Weile im Beta-Stadium sein wird. Im Laufe der Zeit soll dieses Feature mit Hilfe von Hardware-Anbietern verbessert werden.

Einer dieser Hardware-Anbieter ist Blackmagic Design. Seit ein paar Wochen liegt bei mir eine kleine Breakout-Box dieses Herstellers mit dem Namen Intensity Extreme herum, die ich bereits im Oktober 2011 bestellt hatte und auf die ich dann lange geduldig warten musste.

Blackmagic Design Intensity Extreme

Im Augenblick ist mit der Intensity Extreme unter FCPX allerdings noch nicht viel anzufangen. Mit der Treiber-Version 9.2 kann man zwar schon einiges in der Systemsteuerung unter OSX einstellen, als Video-Output zum Beispiel PAL oder NTSC, PAL progressive, NTSC progressive, außerdem verschiedene HD-Auflösungen bei allen üblichen Bildraten (23.98, 24, 25, 29.97, 50, 59.94, 60).

Systemeinstellungen des Blackmagic Video Desktop Version 9.2

In den FCPX-Wiedergabe-Einstellungen gibt’s unter AV-Ausgabe nur eine einzige Auswahlmöglichkeit, nämlich die zuvor gewählte Voreinstellung, in meinem Fall also PAL SD, sprich 720 x 576 mit 25 Bildern.

AV-Ausgabe in FCPX

Komisch ist nur, dass jegliches Material auf meinem Video-Röhrenmonitor so aussieht, als würde es progressiv abgespielt, das heißt Bewegungen sehen etwas „stotternd“ aus. Ob es wirklich progressiv oder tatsächlich nur ein bisschen weichgezeichnet ist, kann ich nicht so recht beurteilen. Manchmal ruckelt’s auch merkwürdig. Ton wird leider auch nicht auf den Monitor übertragen, zumindest nicht bei den hier gewählten Einstellungen (Anschluss der Box per Component Video, Audio via Cinch; wie gut die HD-Wiedergabe inkl. Ton via HDMI läuft, habe ich nicht probiert).

Zum Halbbildfolgen kontrollieren eignet sich das ganze jedenfalls noch nicht. Ich hab’s getestet mit DVCPRO50-Material, das ich definitiv in 50i gedreht hatte. Trotzdem sah es nicht flüssig aus, zumindest nicht so wie unter Final Cut Pro 7, wo die Box eine gute Figur macht. Dort kann man dann auch, wie gewohnt, direkt aus dem Videowiedergabe-Menue alle möglichen Modi auswählen.

Also: FCPX + externes Videomonitoring = weiter warten und hoffen.

Update (12.04.2012): Auch mit FCPX 10.0.4 und Blackmagic Desktop Video 9.2.1 läuft’s noch nicht richtig rund.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es gelegentlich etwas dauern.

Wenn du hier nicht unter deinem richtigen Namen in Erscheinung treten möchtest, dann ist das völlig in Ordnung. Gern kannst du einen Link auf dein Blog bzw. deine Website hinterlassen.

Und bitte schau dir vor dem Absenden eines Kommentars meine Hinweise zum Datenschutz an.