Mauerpark, Berlin (BMPCC + Panasonic 12-35)

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Video-Link: https://vimeo.com/106091144

Das Video zeigt ein paar spätsommerliche Bilder vom Mauerpark in Berlin. Die Musik stammt von Chris Zabriskie, der einen Teil seines Repertoires unter Creative Commons Lizenz (CC BY 4.0) zur freien Verfügung gestellt hat.

Wegen der Halben-Preis-Aktion neulich ist die kleine Blackmagic Pocket Cinema Camera (BMPCC) noch einmal deutlich populärer geworden. Und wer, wie ich, die meiste Zeit seines VJ-Daseins mit 8 Bit-Kameras, 4:2:0-Farbauflösung und stark komprimierenden Codecs gearbeitet hat, wird das Material der BMPCC sehr zu schätzen wissen.

Das Video oben habe ich in ProRes 422 (also in 10 Bit, 4:2:2) bei 800 ASA im Film Log-Modus der Kamera gedreht. Eine einigermaßen adäquate Belichtung vorausgesetzt, kommt dabei zunächst etwa folgendes heraus:

Videostill aus dem Mauerpark-Video im FCPX-Farbkorrektur-Tool, unbearbeitet

Das entsättigte Bild, das im Idealfall einen deutlich höheren Dynamikumfang hat als Bilder üblicher Videokameras (die in Rec. 709 nach dem Prinzip „what you see is what you get“ aufzeichnen), muss also nachträglich bearbeitet werden. Was – wenn man es einfach hält – nicht sonderlich schwierig ist. Bei einem korrekten Weißabgleich kommt man schon mit sehr wenigen Mitteln zu einem guten Ergebnis. Für das Video haben mir die FCPX-Bordmittel vollkommen ausgereicht.

Bei fast allen Bildern habe ich lediglich die dunklen Bereiche ein wenig heruntergezogen, sodass die Luma-Wellenform in den unteren Bereichen die 0 IRE-Marke erreicht. Die hellen Bereiche habe ich hingegen Richtung 100 IRE-Marke heraufgezogen, die Mitteltöne nach Bedarf etwas angepasst und anschließend etwa 100% Sättigung hinzugefügt. Wie gesagt, das ist alles sehr einfach gehalten, aber schon lässt sich mit den Bildern arbeiten.

Videostill aus dem Mauerpark-Video im FCPX-Farbkorrektur-Tool, bearbeitet

Ein paar Worte noch zur Belichtung. Wer Raw dreht, ist mit dem ETTR-Prinzip sicher am besten bedient. Meine Erfahrung mit ProRes zeigt, etwas defensiver zu belichten (eine Art „mildes ETTR“), dem Sensor also etwas mehr Licht zu geben als bei der Belichtung mit einer gewöhnlichen Videokamera, bei der man ja schon während des Drehs möglichst exakt arbeiten muss. Wer sich da tiefer einarbeiten will, kann z.B. mit folgenden Quellen starten:

Für das Beispielvideo habe ich das Panasonic 12-35 f/2.8-Objektiv verwendet, das am MFT-Sensor bspw. der GH2/GH3/GH4 bzw. AF101 ja schon eine sehr gute Wahl für journalistische Arbeit ist. Am Super16-Sensor der BMPCC, deren Crop-Faktor 2.88 beträgt, ergibt sich also ein für den visuellen Journalismus sehr übliches Sichtfeld von umgerechnet ca. 35mm (Reportage) bis 100mm (Porträt).

Vor das Objektiv habe ich das Hoya UV IR-Cut Filter (da die BMPCC bekanntermaßen anfällig für Infrarot-Licht ist, vor allem in Kombination mit stärkeren ND-Filtern) und das Heliopan Vario ND Filter (Slim-Fassung) geschraubt. Beide Filter haben ein 58mm-Gewinde und lassen sich kombiniert vor dem Objektiv anbringen, ohne dass sich Randabschattungen ergeben.

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