Wie gut eignet sich das VideoMic Me-L am iPhone 7 für Interviews?

Rode VideoMic ME-L mit Windschutz am iPhone 7

Als der australische Mikrofonhersteller Røde vor einigen Monaten eine Neuauflage seines VideoMic Me angekündigt hatte, war ich sehr gespannt darauf, wie gut es sich wohl als schnelle und unkomplizierte Immer-dabei-Lösung für Interviews eignen könnte.

Das alte VideoMic Me hatte mich nie wirklich überzeugt: Es ist mit einem analogen 3.5mm-Klinkenanschluss ausgestattet und daher komplett auf die interne Hardware des iPhones angewiesen, um das analoge Tonsignal in digitale Daten zu wandeln. Diesen Job übernehmen die sog. A/D-Wandler – und die rauschen beim iPhone leider recht stark, was kein Wunder ist, da es sich um ziemlich billige Technik für den Massenmarkt handelt (zumindest ist das so bei meinem iPhone 7, mit dem ich auch sämtliche Tests hier gemacht habe). Das Ergebnis mit dem VideoMic Me waren häufig Aufnahmen, die sich qualitativ kaum von denen der internen Smartphone-Mikros unterscheiden.

Beim VideoMic Me-L ist das anders. Statt analoger Miniklinke ist das Mikrofon mit einem digitalen Lightning-Anschluss ausgestattet und passt somit zu allen iPhones ab Version 5. Außerdem bringt es seine ganz eigenen Audiowandler mit, das heißt: Die gesamte Signalverarbeitung findet im Mikrofon statt, die billigen iPhone-eigenen A/D-Wandler werden komplett umgangen.

Rode VideoMic ME-L mit Lightning-Anschluss
Der Lightning-Anschluss ist praktisch, doch wie lange noch? Ob Apples künftige iPhones stattdessen mit einer USB-C-Schnittstelle ausgestattet werden, bleibt Spekulation.

Wie das Vorgänger-Modell weist das VideoMic Me-L dank der Nierencharakteristik eine leichte Richtwirkung auf, ideal also für Interviewpartner, die direkt vor der Kamera stehen. Und natürlich genauso gut geeignet für Reporter oder Blogger, die sich mit der rückwärtigen Kamera selbst filmen, denn das Mikrofon lässt sich natürlich auch in die andere Richtung aufstecken.

Die größten Vorteile gegenüber den internen Mikrofonen hat das VideoMic Me-L auf jeden Fall draußen, am ehesten noch bei leichtem bis mittlerem Wind – natürlich nur, wenn man gleichzeitig den Windschutz einsetzt. Dann sind auf kurze Distanz relativ klare und gerichtete Aufnahmen mit beeindruckender Stimmpräsenz möglich, bei denen die internen Mikrofone längst vor den starken Windgeräuschen kapituliert hätten.

Rode VideoMic ME-L ohne Windschutz am iPhone 7
Das nur 28 Gramm leichte VideoMic Me-L sitzt dank zusätzlich stabilisierender Klemme sicher am Lightning-Anschluss.

Ohne Windschutz ist das VideoMic Me-L in solchen Situationen allerdings überhaupt nicht zu gebrauchen, da es sich extrem anfällig bereits gegenüber leichtem Wind zeigt.

So hört sich das VideoMic Me-L an, wenn man es ohne Fellwindschutz bei leichtem Wind verwendet. (Vorsicht: laut!)

Mit meinem Arbeitspartner und gutem Freund Markus Böhnisch habe ich ein kurzes Test-Interview draußen bei leichtem Wind aufgezeichnet. Darin spricht er über seine Trainertätigkeit für die Deutsche Welle Akademie in Simbabwe.

Ziel bei einer Interview-Aufnahme ist für mich grundsätzlich, dass das Sprachsignal in den Spitzen möglichst im Zielkorridor zwischen -15 und -9 dBFS landet. Später in der Postproduktion hebe ich es in der Regel noch einmal an. Bei Webvideos strebe ich einen Spitzenpegel von -6 dBFS an, bei TV-Beiträgen richte ich mich nach den Vorgaben des Senders (z.B. -9 dBFS). Je rauschfreier die Aufnahme ist, desto mehr Spielraum besteht für die nachträgliche Verstärkung.

Das Interview haben wir in einer typischen, aber unter akustischen Gesichtspunkten sicher nicht idealen Umgebung am Altonaer Fischmarkt aufgezeichnet. Ewa 300 Meter im Hintergrund befand sich ein Container-Verladeterminal, dessen Lärm logischerweise konstant gut hörbar ist.

Ob der angestrebte Zielkorridor erreicht wird, lässt sich mit Hilfe des sehr präzisen Tonpegelmessers der empfehlenswerten App Mavis gut beurteilen. Um annähernd dahinzukommen, habe ich die manuelle Tonverstärkung in Mavis, die direkt auf die A/D-Wandler des VideoMic Me-L zugreift, maximal aussteuern müssen. Der Abstand zu meinem Interviewpartner betrug etwa 70 cm.

Zum Vergleich habe ich jeweils eine Aufnahme mit und ohne Windschutz gemacht sowie eine weitere mit dem internen Mikrofon des iPhone 7, das sich direkt neben dem Objektiv befindet. Da sich das interne Mikrofon in Mavis nicht manuell aussteuern lässt, habe ich für diese Aufnahme die Tonautomatik genutzt.

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Video-Link: https://vimeo.com/304369778

Deutlich wird, dass das Mikrofon nicht die richtige Wahl ist, wenn man die eigenen Fragen in gut hörbarer Qualität im späteren Videobeitrag verwenden will. Für solche Zwecke sind die internen Mikros des iPhone 7 wegen ihrer omnidirektionalen Wirkung einfach besser geeignet. Wer allerdings nur die Antworten des Interviewpartners verwendet, holt eine deutlich bessere Sprachqualität heraus, vor allem bei Wind oder – dank der Richtwirkung – in Umgebungen, wo ein gewisser Lärmpegel herrscht (z.B. Stimmenwirrwarr auf Messen, Demonstrationen, Sportveranstaltungen etc.).

Maximaler Gain in der iOS-App MAVIS mit dem Rode VideoMic Me-L
Den Gain in der App Mavis sollte man auf jeden Fall auf Maximum stellen.

Da jede Aufnahme – egal wie gut die Qualität ist – von einem Grundrauschen überlagert wird, steht natürlich die Frage im Raum, ob die eigenen A/D-Wandler des VideoMic Me-L besser (also rauschfreier) sind als die des iPhone 7. In einem absolut stillen Raum habe ich daher einige Vergleichsaufnahmen gemacht. Dabei kam heraus, dass der Rauschteppich des VideoMic Me-L bei maximaler Verstärkung in Mavis bei etwa -58 dBFS liegt. Das ist ein sehr guter Wert, aber Vorsicht: Meine Messmethode war alles andere als wissenschaftlich genau. Zum Vergleich: Das Grundrauschen des internen iPhone 7-Mikrofons neben dem vorderen Objektiv liegt bei automatischem Gain in Mavis unter identischen Testbedingungen bei -52 dBFS. Somit ergeben sich beim VideoMic Me-L 6 dB mehr Spielraum für die nachträgliche Verstärkung gegenüber dem internen Mikrofon.

Übrigens, eine interessante Beobachtung am Rande: Denselben Test habe ich auch mit der für iOS wohl populärsten Videokamera-App Filmic Pro gemacht. Warum auch immer, aber hier lag der Rauschteppich bei ebenfalls maximaler manueller Aussteuerung des VideoMic Me-L bei nicht ganz so guten -52 dBFS. Beim internen Mikro und automatischer Aussteuerung war das Grundrauschen hingegen nahezu identisch zur Mavis-Aufnahme.

VideoMic ME-L mit in Ear-Kopfhörer an einem iPhone7, im MAVIS-Menü ist der Kopfhörer ausgeschaltet
Kleiner Tipp am Rande: Wer den Ton während der Aufnahme mit einem Kopfhörer kontrollieren möchte, sollte in der App Mavis vorher das Audio-Monitoring ausschalten. Klingt unlogisch, ist aber so. Sonst hört man ein Echo. Kann sein, dass dieses Feature in künftigen Versionen deaktiviert wird, aber in Version 5.0.5 (816) war es noch an Bord.

An der Rückseite des Mikros befindet sich ein 3.5mm-Klinkenanschluss für einen Kopfhörer – eigentlich ideal, um das Interview abzuhören und ggfs. auf Störgeräusche reagieren zu können. Nur leider ist das Signal auf dem Kopfhörer so leise, dass es unter realistischen Arbeitsbedingungen fast schon wieder nutzlos ist.

Rode VideoMic ME-L mit Windschutz und Kopfhörern am iPhone 7
An der Rückseite kann ein Kopfhörer angeschlossen werden.

Getestet habe ich es mit verschiedenen Kopfhöreren, z.B. dem In-Ear-Kopfhörer Mee Audio M6 Pro 2 (16 Ohm), dem geschlossenen Sennheiser HD 280 pro (64 Ohm), dem geschlossenen Sennheiser HD 25-1 II (70 Ohm) sowie dem geschlossenen Beyerdynamic DT 770 Pro (80 Ohm). Ob sich der Kopfhörer-Ausgang des VideoMic Me-L in Kombination mit neueren iPhone-Modellen anders verhält, kann ich nicht beurteilen.

Wer das VideoMic Me-L allerdings für eigene Beitragsvertonungen nutzen möchte und sich in einen ruhigen Raum zurückzieht, um dann aus möglichst kurzer Distanz auf das Mikrofon zu sprechen, wird mit dem Kopfhörer-Ton durchaus arbeiten können.

Fazit: Das VideoMic Me-L ist eine gute und vor allem kompakte und unkomplizierte Lösung für alle, die mit dem iPhone Interview-Statements für ihre Beiträge aufzeichnen wollen und nah genug an ihre Gesprächspartner herankommen. Vorausgesetzt man nutzt den Windschutz, ist das Mikro vor allem draußen ein wirklicher Gewinn. Wer seine Interviews hauptsächlich drinnen unter guten akustischen Rahmenbedingungen führt, wird den kleinen Unterschied zu den internen iPhone-Mikros kaum vor dem Kaufpreis rechtfertigen können.

Wie präzise ist der MAVIS-Tonpegelmesser?

Die Videokamera-App MAVIS für iOS hat mich ziemlich überzeugt: Zurückhaltendes Interface und Messinstrumente für Bild und Ton, auf die man sich ganz offensichtlich verlassen kann. Einen ausführlichen Test der App habe ich auf onlinejournalismus.de veröffentlicht.

Das Interface der Videokamera-App MAVIS
Das Interface der Videokamera-App MAVIS bietet alles, was man von professionellen Videokameras kennt: Waveform-Monitor, Vectorscope, Zebra, False Color, Focus Peaking, Tonpegelmesser.

Für den Testbericht hat mich u.a. interessiert, wie verlässlich der Tonpegelmesser ist. Denn das Pendant in der Alternativ-App FiLMiC Pro ist wirklich enttäuschend, da nicht einmal eine Skala eingezeichnet ist und das Aussteuern bei mir irgendwie immer nach Gefühl erfolgte. Die Folge waren gelegentlich über- oder untersteuerte Tonaufnahmen.

Der Tonpegelmesser in MAVIS hingegen sieht so aus, wie man sich das wünscht: Eine dBFS-Skala von -∞ bis 0 mit wichtigen Markierungen bei -20, -12 und -6 dBFS.

Um zu überprüfen, wie genau die Anzeige tatsächlich ist, habe ich über einen Fieldrecorder einen 1 kHz-Sinuston ins iPhone eingespeist (und zwar über den Umweg einer Audio-Funkstrecke) und mit MAVIS verschiedene Clips aufgezeichnet. Dabei habe ich den Fieldrecorder unterschiedlich stark ausgesteuert und das Signal mit -3, -6, -9, -20, -40 und -50 dBFS ans iPhone bzw. MAVIS übergeben.

Einen Sinuston vom Fieldrecorder via Funkstrecke ins iPhone übertragen
Etwas ungewöhnliche Konstruktion, erfüllt aber ihren Zweck. Über den Fieldrecorder lässt sich die Lautheit des Signals steuern und in MAVIS wiederum ablesen, wie stark das Signal ankommt.

Anschließend habe ich die Clips in Final Cut Pro X importiert und überprüft, ob das, was MAVIS jeweils angezeigt hat, auch stimmt. Das Ergebnis: 100% Übereinstimmung zwischen den Tonpegelmessern in MAVIS und in Final Cut Pro X.

Will heißen: Wer beispielsweise Interviews mit dem iPhone und MAVIS aufzeichnet und dazu ein externes Mikrofon verwendet, kann den Ton absolut verlässlich auf die empfohlenen Pegel zwischen -12 und -6 dBFS in den Spitzen aussteuern. Das funktioniert deutlich besser als mit FiLMiC Pro.

Übrigens: Die anderen Tools in MAVIS zur Belichtungs- und Schärfemessung sind ähnlich verlässlich.

Was die Tonpegelmesser in LumaFusion anzeigen

LumaFusion ist ein wirklich gutes Tool für den Videoschnitt auf iOS. Vieles, was beispielsweise das populäre iMovie im direkten Vergleich nicht oder nur sehr umständlich kann, ist mit dieser Software möglich – unter anderem eine recht genaue Tonmischung, was hilfreich ist für Videoreporter, die ein wenig mehr Kontrolle über den finalen Klang ihrer Videos haben wollen (oder müssen, weil sie sehr enge technische Kriterien einzuhalten haben, z.B. bei der Belieferung von Fernsehsendern mit „sendefähigem“ Material).

Wer LumaFusion nicht kennt oder gerade dabei ist es kennenzulernen, sollte sich Zeit nehmen für das kostenlose und gut verständliche 33-teilige Videotutorial auf YouTube. Darunter sind auch zwei Teile zum Thema Tonbearbeitung (1, 2), die jedoch eine Frage unbeantwortet lassen: Was genau zeigen die verschiedenen Tonpegelmesser in LumaFusion eigentlich an?

Bei der Arbeit mit der App tauchen vier unterschiedliche Tonpegelmesser auf: Der Mastertonpegelmesser, der Spurtonpegelmesser, der Tonpegelmesser in der individuellen Clip-Bearbeitung und der Tonpegelmesser im Voice Over-Tool für die Sprachvertonung des Beitrags.

So sieht das LumaFusion-Interface mit aufgeklapptem Audiomixer aus, wenn man das erste der sechs möglichen Layouts gewählt hat und das iPhone im Landscape-Modus benutzt:

Das LumaFusion-Interface mit aufgeklapptem Audiomixer

Links vertikal der Mastertonpegelmesser, der anzeigt, wie laut das abgespielte Video auf der Timeline an der aktuellen Stelle insgesamt ist, daneben horizontal die einzelnen Spurpegelmesser, die wiederum Auskunft darüber geben, wie laut jede der sechs möglichen Audiospuren ist (die oberen drei Spuren sind für Video mit Ton reserviert, bei den unteren dreien handelt es sich um reine Tonspuren).

Leider fehlt eine genaue Beschriftung der Skala, was auf der engen Fläche des iPhone-Displays wohl auch kaum darstellbar ist.

Um die Skala selbst zu beschriften, habe ich einen kleinen Test gemacht und einen zwei Minuten langen Sinuston mit 1 kHZ und maximaler Lautheit (0 dBFS) in mono generiert, in LumaFusion importiert, auf die erste Audiospur gelegt und in fünf Sekunden kurze Segmente unterteilt. Die Lautheit des ersten Clipabschnitts habe ich auf 0 dBFS gelassen, den zweiten Clip auf -3 dBFS gezogen, den dritten auf -6 dBFS und so weiter in 3-dB-Schritten. Und anschließend abgespielt und geschaut, wie die Tonpegelmesser reagieren.

Das kam für den Mastertonpegelmesser dabei heraus:

Die Masterpegel-Anzeige in LumaFusion mit exakten dBFS-Werten

Und das für den Spurpegelmesser:

Die Spurpegel-Anzeige in LumaFusion mit exakten dBFS-Werten

Wenn man auf der Timeline einen Clip doppelt antippt, wird er im individuellem Clip-Editor geöffnet, in dem man unter anderem das Tonsignal verstärken oder abschwächen kann. Auch hier gibt es links einen vertikalen Tonpegelmesser:

Das Interface der individuellen Clipbearbeitung

Und das zeigt er im Detail an:

Der Pegelmesser der individuellen Clipbearbeitung

Wenn man Videobeiträge mit Sprache vertonen möchte, würde ich zunächst das Interface-Layout anpassen. Layout Nr. 5 (und das iPhone im Landscape-Modus) ist eine gute Wahl:

Layout Nr. 5 im Landscape-Modus ist ideal für das Voice Over-Tool

Denn jetzt wird der Tonpegelmesser etwas breiter und damit genauer dargestellt als in den Spalten-Layouts:

Der Tonpegelmesser des Voice Over-Tool

Beim Einsprechen würde ich darauf achten, die -6 dBFS-Marke möglichst nicht zu überschreiten, in den Spitzen aber idealerweise immer ein bis zwei Kästchen darunter zu bleiben. Faustregel also: Bleiben die letzten sechs bis sieben Kästchen frei, dürfte man im sicheren Zielbereich von etwa -9 bis -12 dBFS landen.

Leider verfügt das Voice Over-Tool noch nicht über einen Gain-Slider, mit dem es möglich wäre, die Eingangs-Intensität des Tonsignals zu verstärken (nicht gut, weil dann das Rauschen zunimmt) oder abzuschwächen. Letzteres wäre nötig, wenn man beispielsweise mit dem Rode VideoMic Pro oder dem Azden SMX-30 bzw. SMX-15 und ihren +20 dB-Vorverstärkungen ein recht starkes und sauberes Signal in die Kamera speist. Ohne Abschwächung der Eingangsempfindlichkeit landet man in den Spitzen dann schon recht schnell im roten Bereich. Ich hoffe, der Gain-Slider wird mit einem Update nachgeliefert.

Übrigens, der Mastertonpegelmesser und die sechs Spurpegelmesser reagieren mit einiger Verzögerung. Beim Abspielen meiner etwa zwei Minuten langen Timeline mit der -3-dB-Treppe (von 0 dBFS auf -60 dBFS in 5-Sekunden-Schritten) brauchte der Pegelmesser von Schritt zu Schritt etwa bis zu drei Sekunden, um die Änderung anzuzeigen (LumaFusion 1.3.2 auf einem iPhone 7 mit iOS 10.3.2 im Flug- und Bitte-nicht-stören-Modus ohne weitere geöffnete Apps im Hintergrund). Und auch wenn ich es nicht so genau messen konnte, hatte ich das Gefühl, dass die Tonpegelmesser im individuellen Clip-Editor und im Voice Over-Tool ähnlich träge reagieren. Aber vielleicht optimieren die Entwickler ja auch das in künftigen Versionen.

Insgesamt würde ich Videobeiträge fürs TV auf -9 dBFS in den Spitzen abmischen, das heißt der Mastertonpegelmesser sollte möglichst im fertigen Video nie über das vierte Kästchen von oben hinausgehen. Bei Beiträgen fürs Web habe ich mir angewöhnt, sie auf -6 dBFS abzumischen, also so, dass beim Mastertonpegelmesser die dritte Kästschenreihe von oben ab und zu mal in den Spitzen aufblinkt.

Die Tonmischung selbst würde ich – je nach Umgebung – entweder mit den zum iPhone gehörenden Kopfhörern machen (wenn man sich in einem relativ ruhigen Raum befindet) oder aber mit deutlich besseren, geschlossenen Kopfhörern (in lauterer Umgebung). Die Lautstärkeregler des iPhone würde ich mindestens auf Mitte stellen, eher sogar etwas höher, um alles so gut wie möglich beurteilen zu können.