WebM- und MP4-Videoloops für Websites optimieren

Kurz als Merkhilfe für mich selbst, vielleicht aber auch für andere nützlich: Wenn ich kurze Videoloops auf einer Website einsetze, kodiere ich aus der Quelldatei in der Regel drei Versionen, damit das Ganze möglichst kompatibel zu vielen Browsern bleibt (wie auch hier kurz beschrieben): MP4 (AVC/H.264), OGV und WebM.

Doch selbst wenn man im Editor die Schnittstelle ideal setzt und der Loop, der nur aus einer Einstellung besteht, an sich absolut flüssig und ohne verräterischen Ruckler läuft, heißt das noch nicht, dass das auch für die aus dem Rohclip kodierte Webversion gilt. Gerade bei WebM kann es mit falschen Einstellungen zu deutlichen Blockartefakten kommen, die am Ende des Videoclips so stark sind, dass es sofort auffällt, wenn der Loop relativ artefaktfrei wieder von vorn anfängt.

Für WebM kann ich nach ausgiebiger Suche und reichlich Testerei folgende Settings mit dem Kommandozeilen-Tool ffmpeg empfehlen:

ffmpeg -i quelldatei.mov -framerate 25 -c:v libvpx-vp9 -b:v 0 -pix_fmt yuv420p -crf 40 -cpu-used 1 -tile-columns 2 -threads 8 -row-mt 1 -vf scale=850:478 zieldatei.webm

Fundstelle: .webm blocky in initial frames, terrible for looping :(

Aus einer ursprünglichen Beispiel-Quelldatei (Full HD, 6 Sekunden, Apple ProRes, keine Tonspuren) mit einer Größe von ca. 29 Megabyte wird der Clip mit den obigen Settings und dem VP9-Codec auf 210 Kilobyte reduziert. Die finale WebM-Videodatei hat eine Größe von 850 x 478 Pixel (16:9), bei der an keiner Stelle die für Loops problematischen Blockartefakte auftreten:

Vermutlich wird dieses WebM-Beispielvideo auf vielen mobilen Endgeräten nicht angezeigt.

Die einzelnen Parameter werden hier recht anschaulich erklärt. Ein Constant Rate Factor (CRF) von 40 scheint mir ein guter Kompromiss zwischen Qualität und tolerabler Größe zu sein. Kleinere Faktoren ergeben eine bessere Qualität, dafür aber größere Dateien. Ein CRF-Maximalwert von 63 würde das Video auf 34 Kilobyte quetschen, aber die visuelle Qualität wäre indiskutabel. Oder Kunst.

Für die MP4-Version nutze ich in der Regel ffmpeg mit diesen Parametern:

ffmpeg -i quelldatei.mov -vcodec h264 -vb 400k -pix_fmt yuv420p -vf scale=850:478 zieldatei.mp4

Vermutlich wird dieses MP4-Beispielvideo auf vielen mobilen Endgeräten nicht angezeigt.

Wegen der gewählten Bitrate von 400 KBit/s ist die MP4-Variante mit 222 Kilobytes von vergleichbarer Qualität. Bei Bildern ohne komplexe Hintergründe und mit wenig Bewegung reichen 200 KBit/s völlig aus.

Aufnahme #2: Berlin, Bahnhof Südkreuz – Über Risiken und Nebenwirkungen automatisierter Videoüberwachung

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Video-Link: https://vimeo.com/234981289

Diesen Filmbeitrag habe ich unter Creative Commons Lizenz (CC BY-NC-ND 4.0) veröffentlicht, das heißt Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies ohne kommerzielle Absichten geschieht. Die Musik in dem Video stammt von Stellardrone (veröffentlicht unter Creative Commons Lizenz CC BY 3.0).

In der zweiten Folge einer Serie, die sich um innere Sicherheit, Datenschutz und Freiheit dreht, geht es um die automatisierte Videoüberwachung, die zurzeit am Berliner Bahnhof Südkreuz im Rahmen eines sehr umstrittenen Feldversuchs getestet wird. Dazu konnte ich Benjamin Kees (Diplom-Informatiker und Vorstandsmitglied des Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e. V.), Marian Wendt (Bundestagsabgeordneter der CDU und Mitglied im Innenausschuss) sowie Konstantin von Notz (Bundestagsabgeordneter der Grünen und Mitglied im Innenausschuss) gewinnen.

Das Canon EF 24-105 f/4 mit Speed Booster an der Sony FS5

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Video-Link: https://vimeo.com/223874900

Kurzes Info-Video rund um das Thema Wald, optimiert für die Nutzung auf Smartphones. Gedreht mit der Sony FS5, dem Canon EF 24-105 f/4 (Version 1) und Metabones Speed Booster. Texte von Torsten Schäfer, Musik von Kosatka (Lizenz via audiojungle.net). Dieses Video habe ich unter Creative Commons Lizenz (CC BY-NC-ND 4.0) veröffentlicht, das heißt Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies ohne kommerzielle Absichten geschieht.

Zusammen mit dem Metabones Speed Booster ist das Canon EF 24-105 f/4 sicher eines der am häufigsten eingesetzten Objektive an der Sony FS5 bzw. der FS7. In dieser Kombination ergibt sich eine sehr nützliche Brennweite von 17-75mm bei einer Blendenöffnung von f/2.8 – für Reportage, Dokumentation, Event eigentlich ideal. Außerdem bewegen sich Größe und Gewicht des Objektivs samt Adapter in passendem Verhältnis zur recht kleinen und kompakten FS5.

Was mich allerdings besonders überzeugt (und den entscheidenden Unterschied zum optisch eigentlich charakterstärkeren Tokina AT-X Pro AF 28-70 f/2.6 in der Angénieux-Version ausmacht), ist der Bildstabilisator, der sich über einen Schalter am Objektiv an- und ausschalten lässt (auch an der FS5). Denn gerade bei einer so kleinen und kompakten Kamera, die so konzipiert wurde, dass man sie aus der Hand führt und nah am Geschehen ist (ohne eine sperrige Schulter-Rig-Kontruktion), fällt das durch den Rolling Shutter-Effekt verstärkte Zittern bei mittleren und längeren Brennweiten eines unstabilisierten Objektivs extrem ins Gewicht.

Schade nur, dass das Objektiv nicht parfokal ist, seine Schärfe bei einem herangezoomten Objekt also nicht halten kann, wenn man zurückzoomt und den Abstand zum Objekt nicht ändert. Und auffällig ist auch das relativ starke Focus Breathing vor allem bei kürzeren Brennweiten, wie folgendes Testvideo zeigt:

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Video-Link: https://vimeo.com/224121993

Kurzer Test des Canon EF 24-105L IS USM (Version 1), das mit einem Metabones Speed Booster Ultra an die Sony FS5 angeschlossen ist. Überprüft habe ich Parfokalität, Focus Breathing bei 24mm und 105mm (durch den Speed Booster verkürzt auf 17mm und 75mm) sowie den Bildstabilisator bei kurzer und bei langer Brennweite. Dieses Video habe ich unter Creative Commons Lizenz (CC BY-NC-ND 4.0) veröffentlicht, das heißt Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies ohne kommerzielle Absichten geschieht.

Für Videomacher ist das Canon EF 24-105 f/4 ein relativ scharfes Objektiv, wie auch der sehr sehens- und lesenswerte Test des Kameramanns Matt Porwoll bestätigt. Ich persönlich mag den überscharfen, digitalen Look nicht so gern und setze daher permanent einen Tiffen Black Pro Mist-Filter ein, der irgendwie eine angenehme Signatur hinterlässt und vor allem die Lichter und Schatten sehr positiv beeinflusst. Wer es ausprobieren will: Ich empfehle die Stärken 1/8 oder 1/4.